Dein Neustart USA Podcast: Alles über Auswandern, E2-Visum & Leben in Amerika

Sebastian Moser: Von Coburg nach Detroit – Ein mutiger Neustart in den USA

Monique Menesi Season 6 Episode 204

In dieser spannenden Podcastfolge erzählt Sebastian Moser, ein wagemutiger Auswanderer aus Coburg, wie er seinen Neustart in den USA gemeistert hat. Von den ersten Schritten nach dem Studium bis hin zum erfolgreichen Leben im Speckgürtel von Detroit, Michigan – hier erfährst du, welche Herausforderungen und Chancen auf dem Weg in ein neues Leben warten.

Highlights der Episode: 

  • Übergang von der Berufsakademie zur Anstellung bei Brose
  • Erste Erfahrungen mit den klirrenden Wintern und kulturellen Unterschieden in Detroit
  • Erfolgreiche Integration in der neuen Heimat und berufliche Perspektiven
  • Praxistipps für Auswanderer und Expats, die ihren Neustart in den USA planen
  • Einblicke in persönliche Herausforderungen und Learnings aus Sebastians Auswanderungsreise
  • Sein Weg über das E-2 Visum: Zwischen internationaler Entsendung und lokalem Arbeitsvertrag

Abschluss
Die USA bieten grenzenlose Möglichkeiten – ideal für alle, die einen Neustart wagen möchten. Erfahre in dieser Episode praxisnahe Tipps und Insights, wie du deinen Traum vom Leben in den USA realisieren kannst. Abonniere den Podcast, um immer die neuesten Strategien und Erfolgstipps für deine Auswanderung zu erhalten!

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Weitere Ressourcen:

  • Das Neustart USA Buch ist der perfekte Begleiter für alle, die den Traum vom Leben in den USA verwirklichen wollen – mit praktischen Tipps, echten Erfahrungswerten und einer klaren Anleitung, die dir jeden Schritt erleichtert: Link zum Buch
  • Die Neustart USA Skool Community bietet dir alles, was du für einen erfolgreichen Neustart in den USA brauchst – Austausch mit Gleichgesinnten, Expertenwissen und individuelle Unterstützung, um deinen Traum Schritt für Schritt zu realisieren: Link zur Community
  • Auf unserer Homepage www.neustartusa.com findest du weitere Informationen!
Speaker 1:

Willkommen beim Neustart USA Podcast, dein Muttersprache-Podcast. Ich bin Monique Menezi, selbst seit über zehn Jahren Auswandererin und Business-Gründerin hier in den USA. Hier im Podcast teile ich inspirierende Geschichten von Menschen, die den Schritt gewagt haben und in den USA neu durchgestartet sind. Freue dich auf wertvolle Tipps und Tricks rund ums Auswandern, das Leben und Arbeiten in den USA und natürlich auf Einblicke in die Herausforderungen und Erfolge, die ein Neustart in Amerika so mit sich bringt. Mach dich bereit für deinen American Dream und lass uns gemeinsam den Weg in dein neues Leben in den USA gestalten. Herzlich willkommen Heute im Neustart USA Podcast. gehen wir schon wieder in das kalte, verschneite Michigan, auch in Richtung Detroit. bist du, sebastian auch ne? Im Speckgürtel von Detroit?

Speaker 1:

Ja, Und jetzt wundert ihr euch sicherlich wo haben wir diese vielen coolen Gäste her? Da ist natürlich der Michael nicht ganz unerheblich dran Michael Lehmann, den wir in der ich weiß gar nicht letzte Folge Dezember im Podcast hatten, der hat mir alle seine Buddys hier gleich geschickt, und ich muss sagen danke, danke, michael, weil die haben alle eine coole Story. Und so habe ich auch heute den Sebastian Moser hier in den Podcast eingeladen und freue mich, jetzt mit dir so ein bisschen über deinen Weg zu sprechen, der nämlich wieder ganz anders ist als die anderen. Herzlich willkommen, lieber Sebastian, schön, dass du da bist.

Speaker 2:

Danke, monique, freue ich mich. Ja, ich habe deine, deine podcast, nachdem ich sie beim michael auf der homepage gesehen. Aber so flinken, da habe ich zehn gehabt. Und da der michael mir da gleich kontaktiert, sagt ach, wird zusammen machen wollen, und dann haben wir kontakt aufgenommen, so was super. Und robert und kathrin kenne ich auch. Also ja, ich stimme so ein bisschen weg. Wie gesagt, es ist sehr kalt hier in Michigan. Wir hatten die letzten Wochen die deutschen Zuhörer übersetzen minus 25 Grad und null Luftfeuchtigkeit. Also meine Stimme ist ein bisschen angegriffen. Deswegen bin ich hier zu entschuldigen. Ich habe auch ein Bonbon drin, aber ansonsten, ich hoffe, das kriegen wir trotzdem einigermaßen gut hin.

Speaker 1:

Das kriegen wir hin. Ja, also, ich habe ja von Katrin und Robert gehört, wie schön die Gegend ist. Ich muss sagen, ich bin ja auch in 40 Staaten schon gewesen, aber die Gegend fehlt mir wirklich noch gänzlich. Also Chicago, detroit, so die Ecke, die ist noch auf meiner Bucketliste. Da bin ich immer zwar dran, vorbeigefahren, aber habe nie angehalten auf meinen ganzen Cross-Country-Touren, die ich so schon gemacht habe in den letzten zehn Jahren. Aber da berichtest du uns jetzt mehr, weil du bist gekommen als Expert und geblieben, und lass uns aber jetzt erstmal so ein bisschen dahin springen Wer bist du, wo kommst du her, was ist so dein Werdegang, und was hat dich denn überhaupt in the first place, also so zu Beginn, eigentlich mal in die USA gebracht?

Speaker 2:

Oh, da müssen wir weit zurück. Also gebürtig, ich bin Oberfranke, man hört es vielleicht noch ein bisschen Ab und zu rolle ich mal das. R, ich komme aus der wunderschönen Stadt Coburg, also nebendran kleines Dorf, aber müssen wir jetzt nicht hin.

Speaker 2:

Also aus Coburg, und ja, mein Werdegang war. ich habe ganz normal Abitur gemacht in Bayern, und dann habe ich mich umgeschaut. während des Bundeswehrdienstes den gibt es ja nicht mehr habe ich umgeschaut nach Studienmöglichkeiten und bin dann über die Berufsakademie Angebote gestoßen und habe dann bei der Firma Boruse, die ist aus Coburg, ist ein Automobilzulieferer, habe ich dann mit Berufsakademie angefangen, war da im Zuge des Studiums auch schon mal 4,5-5 Monate in Großbritannien. Es war super fürs englisch, weil da keiner mit mir deutsch gesprochen, weil ich relativ allein auf weiter flur, hat unheimlich boost gegeben. damit war, wie ich dann in 2005 angefangen habe, in vollzeit zu arbeiten, hat man mir schon immer gleich so ein bisschen projekte mit englischsprache raum zugeteilt, und 2007 wurden wir nicht angetreten. ob ich mir vorstellen könnte, mal sechs Monate nach den USA zu gehen wegen einem Großprojekt, hat sich danach ein bisschen nach hinten verzogen.

Speaker 2:

Und dann bin ich aber im Februar 2008 nach Michigan gekommen, auf den Hills, für alle, die es nicht kennen, das ist, wo auch das Kreisler, also jetzt das Land des Headquarters ist. Und ja, da habe ich angefangen bei der Firma Brose in Nordamerika Für elf Monate auf Abordnung. Abordnung ist noch eine Stufe unter Entzündung. Das wäre eine extrem verlängerte Dienstreise, würde ich mal das nennen. War ich da für elf Monate, dann hat man nochmal ein Jahr verlängert. Man war sich nicht ganz sicher, ob Expert ja oder nein. Ich habe dann in Summe drei Jahre lang auf Abordnung in den USA verbracht, was sehr angenehm war.

Speaker 1:

Geht denn das rechtlich? Ist das dann auch ein L-Visum, oder wie macht man das?

Speaker 2:

Nein, E2. Es ist ein E2-Visum.

Speaker 1:

E2, okay.

Speaker 2:

Also, es ist immer ein E2-Visum. Der richtige Hintergrund ist dass, so viel ich das noch erinnern kann, ist nur, dass die Stelle, die ich in Deutschland hatte, nicht weiter besetzt werden durfte. Das heißt, meine Stelle war weiterhin in Deutschland, beim Headcount wurde aber in den USA. Also wurde teilweise in den USA und teilweise in Deutschland besetzt.

Speaker 1:

War dein Einsatzgebiet sozusagen Spannend.

Speaker 2:

Genau Also, wie gesagt, wie ein Leihfall War. Ein sehr kurioser Fall. Ich glaube, war der längste, der jemals abgeordnet war ins Ausland. Ab dann auf 2011 bin ich dann auf Entsendung umgeschwungen, habe dann die fünf Jahre voll gemacht, und nachdem ich ja meine Frau, meine jetzige Frau, schon Ende 2009 kennengelernt hatte, habe ich mich entschieden, einen lokalen Vertrag anzunehmen und bin seitdem 13 ganz normale lokale Angestellte in den USA gewesen, der Firma Bose, und war dann zum Beispiel 15 Jahre bei Bose.

Speaker 1:

Kann ich ganz kurz zwischenfragen, weil die Fragen kriegen wir halt immer öfter. Für uns ist das so selbstverständlich. Ich bin dann auf einen lokalen Vertrag gegangen. Erzähl uns mal so ein ganz bisschen, Ich habe noch was, wo ich gleich auch noch reinfragen will. Erzähl uns mal so ein ganz bisschen, Ich habe noch was, wo ich gleich auch noch reinfragen will. aber weil du das jetzt so gerade gesagt hast.

Speaker 1:

Also du hast ja drei Jahre ausgeliehen an die USA könnte man vielleicht so ein ganz bisschen. Du musst jetzt keine Zahlen oder irgendwas nennen, aber erzähl uns mal so ein bisschen, was sind die verschiedenen Unterschiede? Weil das ist sehr häufig in den USA, dass Leute angeboten bekommen, auf einen lokalen Vertrag zu gehen, und jetzt bist du natürlich ein super Gesprächspartner für mich, der das Ganze mal so ein bisschen erklären kann und sagen kann wie kann man zum Beispiel auf einen lokalen Vertrag gehen? was muss die Firma dann machen, welches Visum, wie läuft das, was sind die Vor und Nachteile? Mega geil Freue ich mich, jetzt von dir ein bisschen Licht reinzubringen.

Speaker 2:

Muss ich mal zurück gucken, dass ich alles zusammenkratze. Also, abordnung ist eigentlich, wie gesagt, eine verlängerte Dienstreise, mehr oder weniger. Das heißt, die Firma stellt Fahrzeug und Wohnung, das muss sie gesetzlich vorgeben. Entsendung ist dann, wie du es kennst oder die meisten Leute es kennen. Also, man kriegt dann irgendwelches Package von der Firma angeboten, muss sich aber einen großen Teil selber organisieren. Und ja, wenn du lokal bist, ist es eigentlich ein kompletter Neustart vom Finanziellen her, weil, wenn du expert warst und hast dein Geld bekommen, das musst du halt jetzt alles in einen Vertrag, also in dein Gehalt einplanen. Das heißt, du musst das erste Mal in US-Dollar in einem Land, wo du immer noch sicher bist, was wirklich der Marktwert ist, mal einkaufen, also musst du verkaufen.

Speaker 1:

Das war eine Herausforderung, das heißt dieses vorher war klar, was du verdienst, was das Package ist. Und als du dann auf einen lokalen Vertrag gegangen bist, heißt plötzlich fallen alle Kündigungsschutzgesetze und was weiß ich in Deutschland weg, sondern du arbeitest in der amerikanischen Rechtsprechung.

Speaker 2:

Genau.

Speaker 1:

Du könntest also in 24 Stunden, sag ich jetzt mal gekündigt werden, im theoretischen Fall, je nach Bundesstaat natürlich. Genau, sag ich jetzt mal gekündigt werden im theoretischen Fall, je nach Bundesstaat natürlich.

Speaker 2:

Genau.

Speaker 1:

Aber du musst auch dich selber dein Gehalt verhandeln. Und das ist nämlich und da wollte ich nämlich drauf hinaus, weil ich häufig Leute berate in der Rolle, die genau diese Transition machen Da fällt es sehr vielen schwer zu verstehen was muss ich in Amerika dann adäquat verdienen und kann ich auch verdienen, entsprechend meiner Vita, entsprechend meiner Karriere sozusagen?

Speaker 1:

Und da hast du gerade gesagt, das war eine Herausforderung. Genau, Was war die Herausforderung? Weil da coache ich, an der Stelle coache ich ganz oft. In der Tat. Es ist witzig, dass wir darüber reden, weil ich habe nämlich ganz viele, die zu mir kommen, weil sie wissen, ich mache ja viel Führungskräfteentwicklung, und an der Stelle ist so wichtig, das auch oft nicht alleine zu machen, sondern jemanden, da eine Strategie aufzubauen dahinter, wie man sich pitcht, wie man sich verkauft und wie man auch so. No-transcript.

Speaker 2:

Coole, cool finde ich gut. Also ich habe natürlich versucht rauszufinden, was so der Marktwert ist im Internet.

Speaker 1:

Also es gibt Seiten, Glassdoorcom zum Beispiel, Einfach mal geguckt, aber eher, was die Stelle bedeutet für den Marktwert.

Speaker 2:

Was die Stelle genau, Einfach mal zu verstehen, was überhaupt ein Marktwert ist.

Speaker 1:

Ich übersetze mal kurz hier, für die Leute, die das nicht wissen Glassdoor ist so eine Internetseite, wo auch Jobs gepostet sind, und die haben wie so einen Kalkulator. Da kannst du sagen, was der Jobtitle ist, und die Location, und dann rechnen die dir quasi so ein Mustergehalt aus.

Speaker 2:

Genau Geben dir Low-End, high-end, medium und so weiter, und das hat schon mal geholfen. Ist natürlich schwierig, also ich war ja Eigengewächs von der Firma. Es war trotzdem ein bisschen schwieriger zu verhandeln. Ich habe zum Glück einen super Chef gehabt, der hat mich unterstützt. Das war einer der Hauptgründe, warum ich in den USA geblieben bin, neben meiner Frau natürlich. Der hat mir auch geholfen. Jetzt nicht bei der Verhandlung, das dürfte er nicht, aber er hat gesagt, mit Tipps, wo ich mal schauen sollte was ich mir Gedanken machen müsste.

Speaker 2:

Also, er hat mich da nicht ins Messer laufen lassen, sondern er wollte unbedingt, dass ich erfolgreich bin. Aber es ist natürlich schon schwierig. Das war das erste Mal. Also in Deutschland ist man ja nicht gewohnt, dass man so feilscht. Das war das erste Mal, wo ich mich selber verkaufen musste.

Speaker 1:

Also nee, feilschen ist ein falsches Wort, finde ich. Es geht eher darum, sich gut zu pitchen und zu präsentieren. Also die Herausforderung ist ja mehr, wirklich seinen Marktwert zu kennen und sich zu pitchen, nicht zu feilschen, sondern zu sagen, mit der Ausbildung in Deutschland, mit der Geschichte, die ich habe, mit dem, was ich der Firma an Mehrwert bringen kann, und was, glaube ich, der Unterschied ist, ist, dass wir das in Deutschland nicht gewohnt sind, uns so zu verkaufen. Wir warten darauf, was ist die nächste Stufe. Das ist oft relativ klar. Oder wir warten, was uns angeboten wird, und dann verhandeln wir noch ein bisschen nach. Und ich glaube, der Unterschied in den USA ist so, dass du selbstbewusst rausgehst und sagst ich habe die Erfahrung, und das möchte ich gerne haben, und das ist der Einstiegsverhandlungsding. Und das ist natürlich sau schwer, wenn du das nicht so erzogen bist, nicht so gewohnt bist.

Speaker 2:

Ja, das war definitiv eine Schwierigkeit. Also, da habe ich mir schwer getan.

Speaker 2:

Ja, das falsche Wort vielleicht, wie gesagt man muss man sich ja selber wie gesagt, wenn man sich promotet und das sind die Amerikaner halt echt genial, also ich habe das selber mitbekommen dann im Bewerbungssprechen Die kriegen das von der ich sage mal, von der Pike aufgelernt, wie wichtig es ist, dass ich, was ich erreicht habe, was ich mache, was ich kontribute, das ist ganz, ganz wichtig in der amerikanischen Gesellschaft im Vergleich zu anderen Sachen. Also deswegen ja, das war definitiv eine Lernkurve. Am Schluss hat es dann trotzdem ganz gut funktioniert. Ich denke mal, es ist mit Win-Win raus, aber es war definitiv ein bisschen nervend auf Reiben.

Speaker 1:

Also, wenn ich jetzt zurückschaue, im Vergleich zu meinen letzten, meinen anderen Stationen in meiner Karriere, da war das viel einfacher. Das erste Mal war definitiv wirklich schwierig in der Personalentwicklung, und ich hatte vorher schon viele, viele, viele Erfahrungen, auch im Recruiting und im Interview führen. Und ich kam da hin, und ich musste so Business Development Manager und sowas einstellen, und die kamen da hin, und die legten eine Show ab, und ich habe nur gedacht oh mein Gott.

Speaker 1:

Und dann so meine erste Erfahrung war dann wirklich dann haben wir auch jemanden eingestellt, und ich musste feststellen, es war alles nur heiße Luft. Das ist nicht immer so, und wenn man lernt, zwischen den Zeilen natürlich auch zu gucken und tiefer zu fragen, aber so beim ersten Mal war ich, muss ich echt sagen, auch voll geblendet. Und andersrum bei vielen Deutschen, die ich im Bewerbungsprozess auch begleite oder so in der Karriereentwicklung begleite, ist es wirklich so, die können ganz viel und schaffen es nicht. Oder denen fällt es schwer, das in LinkedIn, im Resümee, aber auch in so einem Interview abzurufen, weil das einfach so entgegen unserer Erziehung irgendwie ist. Da so ich, ich, ich, ich, ich und das habe ich geschafft, und das habe ich geschafft.

Speaker 1:

Also es ist echt interessant, dass du das so sagst, weil das ist auch echt so meine Beobachtung und auch meine Erfahrung Spannend. Also hast du dann beschlossen, du bleibst da wegen deinem Chef, wegen deiner Frau? War das klar, dass du komplett da bleibst und dann wirklich, dass dein Zuhause ist, oder war das einfach nur mal erstmal die nächste logische Folge, dich auch dann beruflich den nächsten Schritt? also ich nehme mal an, mit dem lokalen Vertrag hast du auch beruflich eine Stufe oder vielleicht zwei, sogar dich entwickelt oder drei. Manchmal ist das ja auch also das sehe ich auch oft bei Leuten, die hierher kommen, im Expert sein, dass die dann viel, viel schneller, viel größere Stufen schaffen. Hast du dann direkt einen Karrieresprung gemacht, als du auf diesen lokalen Vertrag bist, und wie ging es dann weiter?

Speaker 2:

Ja, ich war. Ich glaube, ich war zu dem Zeitpunkt offiziell schon. Also, ich war im Industrial Engineering. Ich glaube, ich war zu dem Zeitpunkt schon Lead Industrial Engineer, Und bin ich mir nicht sicher, ob ich dann den Manager. Ich glaube, den Manager habe ich dann das folgende Jahr gemacht. Das war so der erste Schritt. Also, es war, glaube ich, noch sozusagen als Teamlead, Und den nächsten Karrierespringen habe ich dann, glaube ich, ein oder zwei Jahre später gemacht. Wenn ich nicht ganz täuscht, Müsste ich nochmal nachschauen. Das ist schon ein bisschen her.

Speaker 1:

Und glaubst du, du hättest das auch vergleichsweise so in Deutschland erreicht? in der Zeit Rückblicken. Also wäre das auch so die logische Konsequenz gewesen.

Speaker 2:

Vielleicht aber rückblicken wenn ich auf meine ganze Karriere schaue, glaube ich nicht, dass ich so viele Opportunities bekommen hätte, wie ich jetzt hier in den USA bekommen habe. Also das ist was, was mich hier so fasziniert hat. Es ist egal, ich sage mal titelunabhängig, was in Amerika ist die Freiräume und der Trust, wenn du zeigst, egal, was du für einen Titel hast, wenn du Verantwortung annimmst und du zeig in den USA. Also meine Erfahrung ist, es ist egal, welchen Titel du hast, solange du performst und du den Leuten aufzeigst, warum das der richtige Weg ist. Selbst Manager folgen. Also das habe ich in meiner Karriere immer gesehen. Das heißt, das war für mich so faszinierend hier, dass du viel mehr erreichen kannst. Du kannst viel mehr. Ich sage mal so als kleines Licht hast du schon viel mehr erreichen kannst. Du kannst viel mehr. Ich sage mal so, als kleines Licht hast du schon viel mehr Opportunities als in Deutschland überhaupt. Also das dich Super motivierend.

Speaker 2:

Ja, ist super bei dir.

Speaker 1:

Ist super motivierend. Super motivierend, dass du das so sagst, und da kriege ich richtig Gänsehaut, weil das so viele nicht richtig greifen und fassen können. Und sowas ist auch nur durch Geschichten, wie du es jetzt erzählst, auch greifbar. Dass man wirklich durch und da kommt wiederum das, was wir gerade gesagt haben, ist eher so ein Nachteil. Als Deutscher würde ich sagen, dass man nicht so sich so gut verkaufen kann, deutschen dieses bereit zu sein, dann wirklich auch hart zu arbeiten. Und deswegen sind sehr viele Deutsche, auch die ich hier schon im Podcast habe, wie auch Michael beispielsweise, auch sehr erfolgreich hier, weil die dann anpacken und auch so die Chance auch nutzen und durch dieses bereit zu sein, echt krass hart auch zu arbeiten und den Effort da reinzupacken, dadurch eben auch ganz schnell wirklich wahnsinnig die Karriereleiter hochgehen. Ich glaube, das ist so die Mischung, dieser Erfolgsgarant von Deutschen in den USA, wenn man es mal so sagen kann. Oder Würdest du das auch so sehen?

Speaker 2:

Würde ich auf alle Fälle so sehen, auch bei einem meiner Mitarbeiter. Der kam rüber hier so ähnlich. Der kam, der war so 26, 27, war hier auf Dienstreisen und hat bei mir gemeldet, dass es interessieren würde, mal ein Jahr nach USA zu kommen. Da habe ich gesagt ja, in deinem Alter mit der Möglichkeit, die du hier hast, können wir machen, aber du wirst sowieso hierbleiben.

Speaker 1:

Da hat er nur gelacht.

Speaker 2:

Und dann, nach ein paar Monaten, hat er gesagt oh, wir müssen was sprechen. Da habe ich gesagt ja, ich habe gehört, du hast ein BMW in Deutschland verkauft, wie lange willst?

Speaker 1:

du jetzt?

Speaker 2:

bleiben, und das war die Entscheidung. Also, es ist genau dasselbe. Es ist heute noch genau dasselbe Die Opportunities muss man ganz ehrlich sagen, also, die sind einfach größer.

Speaker 2:

Wenn man, speziell wenn man ich sage mal so, es ist einfacher, wenn man jung ist Woche gearbeitet habe, hat mich jetzt nicht interessiert. Also mein Privatleben war sozusagen ich sage mal mit Freunden ausgehen Wochenende, und der Rest war Spaß auf der Arbeit, hat einfach super Spaß gemacht. Ich habe ein geiles Projekt gehabt, gleich am Anfang, riesenerfolg für die Firma, und das hat einfach wirklich es war einfach nur. Manche sagen ja hier, das erste Jahr ist so eingewöhnen. Ich hatte das nicht. Für mich war es also. Das erste Jahr war wie bezahlter Urlaub, weil ich einfach nur Spaß hatte, obwohl ich sauviel gearbeitet habe.

Speaker 1:

Der macht viel Freizeit. Aber auch die Arbeit ist nicht nur so ein notwendiges Vehikel, um Geld zu verdienen, sondern da gibt es guck. Wir hatten ja zum Beispiel heute hier bei uns im Apartmentkomplex da wird halt einmal im Monat gibt es Pastries, also hier so Teilchen und Kaffee, und ich glaube, so dieses Ganze. Auch bei Schulen fängt das schon an, finde ich, mit diesen Spirit Days oder mit diesen heute gehst du in Pyjama, oder dann gehst du wie dein Lieblingscharakter aus dem Movie oder sowas, und das zieht sich ja auch bei Firmen fort dass dieser Spaß bei der Arbeit trotzdem auch ganz wichtig, also nicht nur jetzt, weil das Projekt gut ist, sondern auch, weil man da gerne hingeht, oder Ist das so?

Speaker 2:

Ja, ich glaube, da gibt es auch Unterschiede. Aber für mich die Arbeit also, wenn ich jetzt vergleiche zu Deutschland und das ist jetzt ein Bösverstehen, aber wenn ich in Deutschland bin, ich könnte jetzt nicht da arbeiten. Also ich habe keine, ich wüsste nicht, wie ich in Deutschland mit dem so einfach arbeiten kann. Ich liebe es, dahin zu gehen, zurück da auf Dienstreisen In meiner Firma jetzt das Team in Deutschland ist echt super, und wenn ich dort bin, habe ich auch riesen Spaß. Aber jetzt langfristig mal wieder zurückzugehen also von der Arbeit her rein arbeitsmäßig, mit den ganzen Limitationen, das wird schwierig.

Speaker 1:

Ja, viele fragen ja auch so wie geht das zum Beispiel in den USA nur mit fünf Tagen Urlaub und so? Das ist ja für jemand Deutsches gar nicht verständlich. Aber das erklärt sich nämlich damit, dass die gar nicht unbedingt so ausgebrannt sind, dass sie diesen also natürlich je nach Branche und so auch völlig unterschiedlich, aber so im Durchschnitt arbeitet der Deutsche ganz oft von Urlaub zu Urlaub, und es ist auch wirklich. Der Druck ist ja auch groß. Das ist ja nicht irgendwie, dass das so nicht berechtigt ist. Der Druck ist hoch, die Arbeitszeiten sind krasser, vielleicht auch das Klima ist bei euch jetzt auch kalt. Das macht aber trotzdem vielleicht nochmal einen Unterschied aus, und die Leute brauchen auch die Regenerierung und die Erholungsphase, und ich habe immer das Gefühl, in den USA ist es nie ein Thema, dass man vielleicht nur fünf oder zehn Tage Urlaub hat, oder Das ist schwer zu sagen.

Speaker 2:

Also, fünf bis zehn Urlaubstage sind schon brutal wenig. Also es gibt auch Firmen, die großzügige Urlaubsregelungen haben. Also ich habe in den USA auch nie unter 20 Tagen gehabt. Das ist auch alles Verhandlungssache, muss man ganz klar sagen. Also in Amerika ist es ganz einfach wenn du ein Einstellungsgespräch hast, verhandelst du mit dem, was du bei der alten Firma hast. Es ist egal, was denn ihre Policy erstmal ist. Das ist mir ja total wurscht, weil wenn die Leute dich haben wollen, dann müssen sie dich auch anpassen. Also klar, es muss in die Policy irgendwie reinpassen. Aber da habe ich auch keinen Abschluss gemacht.

Speaker 2:

Ich habe auch schon Angebote gehabt von Firmen zwischendrin, bevor ich mich das erste Mal zum Wechsel entschieden habe. Da waren 15 Urlaubstage, und die haben alles andere, was super war, habe ich gesagt, das können wir total vergessen Aus dem Grund, weil ich doch noch in Deutschland Familie habe, also meine Eltern und mein Bruder mit seiner Familie und alles weitere. Da habe ich gesagt, das ist einfach nicht ausreichend, weil die Hälfte von meinem Urlaub geht eigentlich im Jahr drauf, dass ich meine deutsche Familie sehe, Und dann habe ich ja, dann habe ich doch keinen Urlaub. Das heißt für mich also ja, also 15 Tage wären für mich.

Speaker 1:

Kannst du nichts mit deiner Familie machen?

Speaker 2:

ja, Jetzt auch schwierig, aber ich habe, wie gesagt, ich habe dann mit 20 Tagen angefangen, und das war jetzt kein Problem. Also ich muss ja sagen, ausbrennen. Es gibt immer stressige Zeiten, auch in Amerika. Es gibt immer Zeiten, wo man wirklich mal auf dem Zahnfleisch läuft und muss sich durchbeißen. Es ist nicht alles, aber im Großen und Ganzen dadurch, dass man halt diese Freiheiten hat, dass die Leute einem dieses Vorvertrauen geben, also, wenn man einmal sich das Vertrauen für anhat, dann hat man diesen Vorschlag für nächste Sachen, muss ich es immer wieder alles abgleichen lassen. Es gibt vielleicht einen Spruch, der ist böse, aber er trifft es auch total auf den Punkt. Das ist für mich don't ask for permission, ask for forgiveness.

Speaker 1:

Das habe ich in Amerika gleich gelernt.

Speaker 2:

Das ist eine Mentalitätssache Wenn du was machst oder du stehst voll dahinter, dann mach es, und wenn es schief geht das ist ja hier auch wenn viele Leute es selbstständig machen wenn man mal in Sand was gesetzt hat, das ist, wie Amerikaner kein Weltuntergang, das ist eine Erfahrung. Ich lerne, ich werde dadurch besser, und das ist ein totaler mentaler Unterschied. Die Risikobereitschaft in Amerika ich sage mal, nicht unkalkuliert, das ist jetzt nicht irgendwie Gambeln und so, aber die Risikobereitschaft, sachen anders zu machen, ist einfach komplett in der DNA der Amerikaner. Und das fand ich immer das Beste in deutsch-amerikanischen Firmen. Es balanciert sich perfekt aus. Ich finde, ein deutsch-amerikanisches Team ist wahrscheinlich eines der stärksten Teams, die man haben kann, überhaupt in der Welt.

Speaker 1:

Finde ich auch. Mein neues Buch Neustart USA Erfüll dir den Traum vom Leben in Amerika ist jetzt erhältlich. Darin teile ich über 30 Jahre Erfahrung im Business Coaching und als Unternehmerin in den USA, um dich Schritt für Schritt auf deinem Weg zu begleiten. Du erfährst, wie du dein eigenes Business aufbaust, die Visa-Hürden meisterst und deine finanzielle Planung einfach gestaltest. Das Buch ist voller erprobter Strategien, praktischer Checklisten und inspirierender Geschichten von Auswanderern, die ihren Traum bereits verwirklicht haben.

Speaker 1:

Hol es dir und mach dich bereit für deinen American Dream. Ich sehe das ganz genauso, sebastian. Ich sehe das total genauso, weil wir haben ja unser allererstes Business, das ist ein Recruiting-Business hier in den USA, spezialisiert für deutsche Mittelstandsfirmen. Also sag ich jetzt mal so bis 500 Mitarbeiter, und der meiste Fehler ist gemacht, dass das Personal zu deutsch oder zu amerikanisch ist, und beides ist nicht gut. Es muss nämlich genau die Mischung sein. Es müssen an gewissen Positionen Deutsche sein, und da habe ich mit Michael auch lange drüber gesprochen. Deswegen haben wir gleich so super connected, weil er macht es zum Beispiel unfassbar toll, dass er so eine fröhliche, nette Art reinbringt und die Leute kulturell abholt.

Speaker 1:

Das müssen natürlich die Führungskräfte auch lernen, und die müssen bereit sein, sozusagen aus sich herauszugehen, aus ihrem Denken herauszugehen. Aber ich glaube, auch der Erfolg für deutsche Firmen ist genau die richtige Mischung. Ich finde nur, sie brauchen Begleitung da drin. Das ist ja immer so, meine also dieses Lernen, und das hat weniger was mit kulturellem Lernen zu tun, sondern mehr zu lernen, leadership zu sein und Menschen zuzuhören, in Menschen zu investieren, menschen abzuholen. Und da kommen Deutsche oft nicht mit. Also ich habe viele CEOs, die ich im Coaching habe, die Riesenteams führen und noch nie ein Coaching gemacht haben. Wenn ich dann frage was liest du gerade? kommt lesen. Ich glaube, das ist schon wichtig als Deutscher in dem amerikanischen Umfeld, dass man so ein bisschen mehr noch lernt, sich zu reflektieren und auch an sich zu arbeiten.

Speaker 1:

Um einfach ein besserer Leader zu sein, um einfach ein besserer Leader zu sein, egal jetzt, mit wem man dann arbeitet. Aber ich finde auch, der wirkliche Erfolg liegt in der Kombination. Danke, dass du das sagst, weil ich habe so viele Leute, die hier rüberkommen, firmen und wo wir auch Aufträge kriegen, die Amerikaner an den Key-Positionen einstellen, und Sales ja, würde ich immer sagen, gehen mit dem Amerikaner, aber in gewissen Positionen ist es super wichtig, deutsche zu haben.

Speaker 2:

Ja, genau wie meine Erfahrung. Ich fand immer den, das war. Eine meiner ersten Erfahrungen in Amerika war, wie ich gesagt habe, ja, das kann man nicht so machen. Das ist typisch Deutsche, Das macht man nicht so. Und dann die Amerikaner fragen, warum?

Speaker 2:

Naja, das machen wir halt nicht so, Haben wir noch nie so gemacht. Das sind so die typischen, ich sag mal, die bösen, die deutschen Sachen, die aus Erfahrung her kommen und oft ja auch richtig sind. Das ist ja auch die Sache Deswegen diese Balance, Sachen in Frage zu stellen und das ist, was die Amerikaner fantastisch machen neue Ideen, Sachen in Frage stellen, den Status Quo nicht akzeptieren zusammen mit diesem, diesem strukturierten deutschen Ingenieurwesen, speziell voll fokussiert.

Speaker 2:

Das ist einfach eine geniale Mischung, weil es pusht sich gegenseitig, es balanciert sich aus, man öffnet sich als Deutscher für die neuen Ideen, und die Amerikaner verstehen, warum die Deutschen manchmal sagen hey, das machen wir jetzt nicht so, wegen der Erfahrung, wegen technischem Hintergrund, und das ist einfach unschlagbar. Also, ich habe noch nie so gute Erfolge gehabt, glaube ich, wie diesen Cross-Functional Teams mit verschiedenen Leuten.

Speaker 1:

Geil, dass du das sagst, weil ich sehe das 100% genauso. Ich glaube, dass die beiden Stärken zusammengelegt ist best of both worlds, und der Deutsche kann unglaublich profitieren von der amerikanischen Mentalität, und der Amerikaner kann unheimlich oder das amerikanische, der Plant, und der Amerikaner kann unheimlich, oder der Plan, sozusagen kann unheimlich durch die Struktur, auch durch das Ausbildungssystem, was wir ja auch gewohnt sind, durch in Ausbildung investieren, in Weiterbildung und nicht nur in Skripten, sondern das ist ja auch so. Für uns in Deutschland ist es, der Amerikaner folgt, weil es so ist, und der Deutsche erklärt und lehrt, sozusagen. Und das, finde ich, ist auch sehr cool. Also ich finde auch, dass das ich sehe das ganz gut cool, dass du das so sagst, tut mir total gut, weil ich sehe das genauso.

Speaker 1:

Und das ist echt so schwer, diesen Standpunkt zu vertreten, weil viele Firmen in der Tat der Ansicht sind, sie sind in den USA und also es gibt so die eine oder die andere Seite, und die sagen dann ja, und dann wollen wir auch nur Amerikaner einstellen. Und ich finde auch, in gewissen Positionen ist das super wichtig. Also, wie gesagt, so Sales und auch vielleicht im HR-Bereich muss zumindest eine amerikanische Schnittstelle sein und so. Aber ich finde, in gewissen Positionen ist auch wichtig, dass was die Firma in Deutschland erfolgreich gemacht hat, das auch hierhin zu verpflanzen und hier einzupflanzen, dass die Wurzeln quasi in den Boden können und sich das bereichert sozusagen, und dann ist der. Also das ist sensationell Cool. Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben.

Speaker 2:

Ich habe noch einen Punkt, wo du vorhin gesagt hast, mit dem Leadership, das ist eigentlich was, wo die Amerikaner uns als Deutschen weit voraus sind. In Deutschland wird es jetzt auch immer mehr und mehr, dass man von Mitarbeitern zu Freiwilligen führt.

Speaker 1:

In Amerika ist das schon immer so.

Speaker 2:

Jeder Mitarbeiter kann, wie du schon am Anfang gesagt hast, am nächsten Tag einfach nicht mehr kommen, wirklich kündigen. Der sagt einfach, ich komme morgen nicht mehr. Alles, was das braucht, ist ja alles Also hier in Michigan at will. Wenn ich morgen aufstehe und habe keinen Bock, dann gehe ich nicht auf die Arbeit und muss auch nicht hier gehen. Also es gibt keinen Arbeitsvertrag. Diese Mentalität in Deutschland, es ändert auch. Da können, glaube ich, die Deutschen viel von den Amerikanern lernen. Hier muss man wirklich immer mit Freiwilligen arbeiten, wenn die Leute, ich sage mal, nicht zufrieden sind.

Speaker 1:

Motivieren. Man muss mehr motivieren. Was ist das?

Speaker 2:

Motivieren, genau Und zufrieden sind und auch keine Perspektive, wie auch immer die ausschaut, sieht, die Leute sind weg, und die gehen danach wirklich am nächsten Tag weg, und dann hat man keine Leute mehr.

Speaker 1:

Es sind eigentlich deine Kunden, deine Mitarbeiter. Du musst sehen, dass das ist wie, dass du deine Kunden happy machst, und nur dann, wenn deine Kunden also als Führungskraft sind das deine Kunden, und wenn die happy sind, sind auch die, die das Produkt kaufen, happy. Das ist eine Denkensweise, die ich sehr häufig erstmal pflanzen muss und dann trainieren muss, weil die ist oft nicht so in den deutschen Köpfen.

Speaker 2:

Ja, es ist ein komplett anderer Ansatz, wie man Menschen führt. Ich denke, das wird immer mehr in Deutschland. Ich mache ein paar Management-Trainings jetzt in Deutschland, die ganze Mentalität, das kommt alles jetzt auch rüber. Schließlich, weil es in Deutschland auch mehr ich sage mal so mehr vielleicht im amerikanischen System an mit der Firmenzugehörigkeit kürzere Kündigungsfristen, mehr Flexibilität, teilweise von Mitarbeitern.

Speaker 1:

Ja, aber noch weit davon entfernt. Das liegt natürlich auch an der Industrialisierung in Deutschland. Es gibt da übrigens ein sehr gutes Buch zu, das ist Reinventing Organizations von Friedrich Lallou. Das nutze ich sehr häufig, weil der macht das nämlich mit Farben, nämlich mit Farben, der erklärt, warum die Firmen zum Beispiel auch in Europa so diese Struktur haben, mit den Titeln und mit den Hierarchien, wo Deutschland eben auch immer noch ganz stark drin ist, wie du ja gesagt hast. Da wärst du nicht so weit gekommen. Und in den USA gibt es das natürlich auch im Corporate-Bereich, aber da sind die Strukturen schon oft viel aufgeweichter, und man geht mehr auch in die kollaborierte Führung sozusagen, also in das nennt man Teal-Organisation, wo der führt, der in dem Moment mehr weiß, und dann, wie du gerade sagst, du musst nicht unbedingt ein Manager sein, sondern die Leute folgen dir, oder es kann auch jemand etwas führen, der vielleicht nicht ein Manager ist, aber in dem Bereich gut ist oder die Fähigkeit hat, ein Projekt voranzubringen. Und das ist ja auch das Nutzen der besten Kapazitäten, weil oft ist es ja so, dass jemand zwar Führungskraft ist, aber eigentlich das nicht gut macht und nur Führungskraft ist, weil der eigentlich dran war, führungskraft zu werden, oder so, oder vielleicht nur die technischen Skills hat. Das erlebe ich so oft.

Speaker 1:

Es werden oft Leute in die C-Level von Deutschland hierher geschickt, weil sie einfach die technischen Fähigkeiten haben, aber die haben keine People Skills, und dann sind sie nicht in der Lage, die Menschen mitzuziehen und ein Projekt oder eine Firma. Also wir haben manche Firmen, die wieder zurückgegangen sind, weil die nicht in der Lage waren, diese reinen Ingenieur-Techniker waren nicht in der Lage, die Menschen hier, die das ausführen sollten, zu motivieren, und das war einfach nicht möglich. Und das liegt daran, dass wir aus einer anderen industriellen Entwicklung kommen, und da ist es wichtig rauszukommen, weil das hat ja mal funktioniert, aber es funktioniert halt jetzt heutzutage einfach nicht mehr mit den Gegebenheiten.

Speaker 2:

Ja, ich denke, der Wandel ist überall. Ich denke, amerika ist halt einfach wie in allen Sachen ein bisschen extremer. Es ist immer mehr. Also ich sage mal so, da ist die Balance wichtig, in allen Sachen extrem. die USA ist halt extrem in der Richtung, die Kündigungsschrift ist nicht vorhanden. Die Herausforderung ist definitiv, das ist jetzt alles nur positiv. Die Herausforderung ist natürlich auch, die Mitarbeiter zu halten, und man kann ja nicht einfach nur Geld auf die Leute werfen. Also das ist die Balance zu finden, dass man weiterhin noch wirtschaftlich ist, leute zu motivieren, und das nicht nur mit einem fetten Gehaltsschritt und Erhöhung und Erhöhung. Das ist nicht einfach. Ich denke, das ist so die Kunst. Ne, glaube ich, das ist nicht einfach. Ich denke, das ist so die Kunst.

Speaker 2:

Und das ist das, wo ich sage mal so wo deutsche und amerikanische Firmen, glaube ich, große Unterschiede haben, und erfolgreiche amerikanische Firmen machen das recht gut, und dann ist die Fluktuation trotz diesen kurzen Regeln eigentlich sehr niedrig. Also das ist teilweise niedriger Fluktuation als in Deutschland, wenn die Firmen hier das richtig anwenden und die auch zeigen. Man kann nicht immer alle Leute halten. Also, wenn jemand, wenn man jemanden hat, der denkt, er ist der Superstar, und er sollte jetzt X verdienen und ist aber nur so, ich sag mal so ein guter Mittelfeldspieler, vorsichtig ausgedrückt. Das geht halt nicht. Man kann nicht jeden dann dementsprechend hochkommen.

Speaker 2:

Das ist so ein bisschen das Und das ist so ein bisschen, das ist die Schwierigkeit. Das ist in Deutschland vielleicht einfacher, weil durch die Hierarchie und das Zeug einfach gehalten wird.

Speaker 1:

Vielleicht, weil oft werden auch nur Leute gehalten, die es einfach dann nicht mehr leisten. Und hier in den USA musst du, natürlich wirst du nur gehalten, wenn du auch leistest, und das heißt, das ist so ein beidseitiges Spiel. Der Mitarbeiter muss viel einbringen, aber auch die Führungskraft muss motivieren. Hingegen in Deutschland kann schon einige lange unterm Radar fliegen, weil einfach der Mantel des Arbeitsrechts darüber liegt. Ja, interessant, lass uns nochmal zurückgehen auf deine Geschichte. Du bist dann auf den amerikanischen Vertrag gegangen mit der Perspektive ich bleibe jetzt erstmal, oder was war so dein Denken in der Zeit? Ja, ich sage mal jetzt erstmal, oder was war so dein Denken in der Zeit?

Speaker 2:

Ja, ich sage mal so vom Job her war einfach super. Ich habe meine Frau ja dann 2009 kennengelernt, also meine jetzige Frau, und das hat ja ich weiß noch, wie ich das erste Mal gesehen habe. Ich habe gesagt oh, jetzt wird es ernst. Deswegen das war mir schon klar, dass das eigentlich nichts Kurzfristiges ist, sondern das war ziemlich klar, dass das was langfristiges wird, und demnach war es eigentlich keine Entscheidung. Ich meine, wir haben immer drüber gesprochen, mal nach Deutschland zu gehen, woanders hinzugehen. Ich denke, wir haben es schon wirklich mal angedacht gehabt, aber nachdem alles so gut gelaufen ist und wir hatten es sowohl privat als auch firmenmäßig, geschäftlich haben wir super Freude gehabt und und Spaß gehabt war die Option eigentlich nie wirklich eine wirkliche Frage. Es war zwar da, ja, vielleicht, aber es war nur so im Hintergrund, es war eigentlich nie, als ich gesagt habe, jetzt möchte ich zurück oder dann möchte ich jetzt unbedingt weg. Also ja, hat sich dann einfach so ergeben.

Speaker 1:

Ihr habt dann geheiratet.

Speaker 2:

Ja, wir haben geheiratet. 2013 haben wir geheiratet. 2014 haben wir unseren Sohn auf die Welt gekommen. 2015 haben wir ein Haus gekauft. Typisch amerikanisch Stopp, stopp, stopp, stopp.

Speaker 1:

Ja vor Ort, Wo alle morgens rausrollen, alle abends wieder reinrollen. Das ist so ein Zufall.

Speaker 2:

Ja, wir leben in Rochester Hills, was eine total idyllische, schöne Stadt ist. Das ist von Auburn Hills, wo ich ursprünglich gewohnt habe, wo ich gearbeitet habe, ungefähr zehn Minuten weg von meiner jetzigen Firma, wo ich arbeite. Ich bin in Wixom, das ist ein bisschen weiter weg, aber eine grobe Stunde zur Arbeit. Das ist sowas, was ich trotz Entfernung in Amerika. also umziehen würde ich jetzt nicht. Die sagen, ja, die Amerikaner ziehen immer so sehr um. Aber ganz ehrlich, also, ich fahre lieber, als dass ich wegziehe, weil das Fleckchen Erde, wo wir jetzt wohnen, das immer so gut verwurzelt, und da habe ich auch gar kein Interesse.

Speaker 1:

Ja ist auch wieder so ein Vorurteil, dass man sagt, die Amerikaner ziehen Das teilen, dass man sagt, die Amerikaner ziehen, das stimmt auch. Aber es gibt auch welche, die ganz lange bleiben und immer im gleichen Haus oder immer in der gleichen Neighborhood, und so. Das gibt es genauso, wie in Deutschland auch. Ich finde, es gibt alles, es ist immer nur mal zehn. Also die, die moven mal zehn, die bleiben mal zehn, es ist immer alles nur einfach multipliziert sich, und dann war nie das Gefühl, du bleibst, du gehst nochmal zurück.

Speaker 2:

Gut, wenn ich immer in Deutschland bin. Ich meine, es gibt Sachen, die man vermisst, und die werde ich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang vermissen.

Speaker 1:

Was zum Beispiel?

Speaker 2:

Also in Deutschland ist genial, nachdem ich sage mal so, man stellt sich Wälder ja vor in Deutschland, wenn man kommt oh, da sind überall Waldwege. Also in Amerika sind Wälder halt Urwälder, also egal, wo die sind, in Michigan oder woanders. Deswegen auch in Filmen die Deutschen verstehen immer nicht, warum läuft man zur nächsten Straße. Es ist halt einfach keine Straße Für mal 10 Meilen, 100 Meilen, je nachdem, wo man entgegen ist. Das sind so Sachen. Das ist in Deutschland super, dass man einfach man läuft einfach mal vom Haus in den Wald rein und ist unterwegs und kann wandern.

Speaker 2:

Public Transport ist hier in der Motor City, also Detroit Metro, nicht vorhanden, sage ich mal vorsichtig. Ja, das sind so Sachen, die man natürlich vermisst, und das ist super. Und in Deutschland die ganzen Outdoor-Sachen, das kommt jetzt langsam mehr und mehr. Es gibt viel mehr Locations, die außen draußen sind, also seit Covid. Aber das sind so Sachen, die man vermisst. Die anderen Sachenitern, was jeder andere sagt, was der Roboter sagt, dass man nicht am Sonntag einkaufen gehen kann, oder dass es Ladenschutzgesetz gibt oder sowas, das ist einfach nicht mehr vorstellbar für mich. Wenn ich um 10 Uhr denke, dass ich noch irgendwas brauche im Laden oder wir brauchen irgendwas, dann gehe ich halt.

Speaker 1:

Oder man bestellt es einfach, und es wird nochmal geliefert. Das finde ich auch immer so cool, geht auch genau.

Speaker 2:

Also, das sind so Sachen, deswegen wirklich die Frage gestellt hat, sich eigentlich bisher nicht. Also, es waren Gedankenspiele, aber wirklich nie wirklich was Ernstes. Und wie gesagt, wir fühlen uns super wohl, meine Family geht es hier super gut, wir sind sehr eng mit meinen Schwiegereltern und meinem Schwager, meiner Schwägerin, und von dem her gefällt es uns hier eigentlich viel zu gut. Ob vielleicht irgendwann mal noch nach Deutschland zurück, vielleicht mal als Experten nach Deutschland zum Beispiel, könnte ich mir gut vorstellen.

Speaker 1:

Der Punkt ist einfach, dass das Wachstum ja eher hier ist als in Deutschland. Das ist ja eher unwahrscheinlich, dass es dann andersrum geht. Wo geht es auch? aber ich glaube, nicht so in dem Maße, wie es so rum ist, weil ja natürlich so dieses Engineering, das Wissen oft in Deutschland ist und hier gebraucht wird als umgekehrt. Jetzt hast du dich beruflich auch sehr weiterentwickelt, das beruflich auch sehr weiterentwickelt. Das heißt, du hast angefangen als Teamlead, hast du gerade gesagt, was war der erste Jobtitle, wo du dann auf den US-Vertrag gegangen bist? Weißt du es noch?

Speaker 2:

Das ist eine gute Frage. Ich denke also, das war noch Teamlead, und dann wurde es ich glaube, war dann Manager Joining Technologies, ich weiß aber nicht genau. Das war, glaube ich, ein, zwei Jahre, nachdem ich auf lokalen vertrag gekommen bin und alles täuschen muss ich nach haben, ist allerdings im profil, muss jetzt nachschauen und das war mein erster schritt dann manager geworden. Das habe ich dann gemacht. Ich habe da noch eine zweite bei brose, dann habe ich das team das war also alles, was mit hügel techniken zu tun hatte geführt. Dann habe ich für noch ein personal und jungen für eineinhalb jahre die komplette automatisierungstechnik für die elektromotoren übernommen gehabt.

Speaker 2:

Das war ziemlich, hatte zeit, aber ziemlich viel. Und dann haben wir auch noch parallel ein sozusagen ein r&d lab aufgebaut, zwischenzeitlich mal drei teams gehabt. Es war ziemlich, ziemlich krass machen richtig anstrengende Zeit, und dann ja, im nächsten Schritt habe ich. Dann habe ich gesagt, ich muss mich mal verändern beruflich, Und es war einfach, hat einfach nicht mehr so gepasst und hat mich nicht so wohl gefühlt, Und bin dann zwei Jahre zu einer Firma, wo ein paar von meinen Kollegen vorher sind, also mitgewechselt, habe da was komplett anderes gemacht, habe da eigentlich mehr im Bereich also mitgewechselt, habe da was komplett anderes gemacht, habe da eigentlich mehr im Bereich Prozessoptimierung, ablaufoptimierung gearbeitet.

Speaker 2:

Für zwei Jahre Hat riesen Spaß gemacht, musste zwar viel reisen, aber es war echt ein Job, der Spaß gemacht hat. Und dann habe ich typisch den Anruf mal bekommen, headhunter, ob ich mich nicht interessieren würde, wo ich früher gearbeitet habe, im Bereich Lasertechnik was zu machen, was von der Fügetechnik her kommt. Und tja, da habe ich dann die Opportunität bekommen, einen kompletten Kehrwende zu machen, was ist vielleicht für Deutsche jetzt nicht so ganz komisch ist Also aus dem Engineering raus, aus dem Operationellen raus In.

Speaker 2:

Sales rein, also in gut ist also also aus dem engineering, aus dem operationellen raus in den sales, rein, also in gut technischer sales. Technischer sales, das heißt, man in der grund war, war absolut vorteilhaft, aber jetzt fängt man wieder von null an. Also klar, titel, wie gesagt in auf titel muss ich ganz ehrlich sagen, habe ich in usa gelernt ist eigentlich nur nur auf dem papier. Das hält also der titel ist eigentlich wurscht, man wird erstmal eine Neue. Also, es ist eine Industrie, die jetzt speziell bei den großen OEMs ist, man kommt als Tier 1 oder Tier 2. Da sind wir schon mal gar nicht auf dem Radar. Dann geht man noch zu einer Firma, die was macht und ist eine Neue. Also da habe ich so richtig mal brutal, also mal richtig gemerkt, was diese Inner Circle heißt im Englischen. Also, das ist wirklich so, dass der Anfang war da schwierig.

Speaker 1:

Also einen Fuß in die Tür zu kriegen, kunden zu generieren, genau, ja gut, ich meine, das ist natürlich was anderes. Du gehst auf eine andere Seite, und das ist ich betreue ja viele, auch Gründer das eine ist das Entwickeln, das andere ist das Entwickeln, das andere ist, das entwickelt, zu verkaufen, und dann Fuß in die Tür. Aber es ist ja eigentlich eine coole Lernerfahrung, oder Weil du natürlich vielleicht auch sogar jetzt dann noch besser verstehst, was muss denn in der Entwicklung stattfinden, um das Produkt, also was will mein Kunde eigentlich? Das kann ich mir vorstellen, dass es eigentlich doch ganz cool ist, mal auf die Seite auch zu gehen.

Speaker 2:

Ja, es war also, ich sage mal so die ersten sechs Monate saß ich im Büro und habe mir gedacht wie bilde ich eine Sales, was ist eine Sales Strategy? Wie komme ich da hin? Was soll man machen? Ich habe zum Glück auch wieder wie in allen Firmen es gibt immer fantastische Relations in allen Firmen, egal ob in Deutschland oder in Amerika. Man findet immer die Leute, mit denen man gut zurechtkommt, die einen unterstützen, und das ist vielleicht, was man mitgeben kann. das habe ich gelernt in einem Jahr immer Assessment Center nimm die Hilfe an. Es gibt so viele Leute, die da sind, die wirklich helfen wollen, und das hat mir gegeben. Also, die haben mich unterstützt, ich habe die richtigen Informationen gekriegt, habe so ein paar Ideen bekommen. wie kann man jetzt im Sales erfolgreich sein? Und ja, ich sage mal, so hat vielleicht drei bis sechs Monate gedauert, aber irgendwann ist der Groschen gefallen und macht riesen Spaß. Also, es war 180 Grad Kehrtwende.

Speaker 1:

Hast du den inneren Sales-Guy in dir gefunden?

Speaker 2:

Absolut, absolut.

Speaker 2:

Also, ich habe ja immer früher als ich war, ja auf der anderen Seite ich war ja mehr der Kunde, und ich habe immer ein bisschen gefrotzt, wenn die Salesleute kamen, und ich sagte naja, solange er Pegels und Kaffee bringt, ist das ja in Ordnung. Dann habt ihr eure Schuldigkeit getan, und dann schickt ihr mir das Angebot. So Ja, es ist harte Arbeit, wenn man vielleicht mal das Negativbeispiel sehen will ich kriege ja von LinkedIn so viel Post, also Leute, die einfach diese Mass-Spam-E-Mails schicken und denken, das ist Sales. I'm sorry, sales ist auch ein knochenharter Job, wenn man es richtig machen will.

Speaker 1:

Es ist Beziehungsaufbau, es ist eigentlich Community-Aufbau, beziehung, vertrauen aufbauen.

Speaker 2:

Ja, networking, und es ist jetzt nicht einfach.

Speaker 1:

Deswegen Leute, wer noch nicht gut auf LinkedIn aufgestellt ist, gut auf LinkedIn aufstellen. Das ist schon mal die erste Grundlage. Ich bin schon seit zwölf Jahren auf LinkedIn, und ich habe über LinkedIn mein erstes Business komplett aufgebaut. Und ich habe jetzt noch CEOs, mit denen ich gearbeitet habe, die gesagt haben Frau Menisi, meinen Sie, wir müssen auf LinkedIn sein? Und ich so ja eigentlich gestern, weil wie willst du denn den Fuß heutzutage in die Tür kriegen? Also es ist einfach so, das ist ja das Tool an sich. Klar, du kannst Callcalling machen und so, aber dass du wahrgenommen wirst, dass du schon Vertrauen hast, dass du schon zeigst, auch wo du herkommst, mit du wahrgenommen wirst, dass du schon Vertrauen hast, dass du schon zeigst auch wo du herkommst, mit wem du verbunden bist, und so weiter, das ist halt unglaublich wichtig heutzutage.

Speaker 2:

Und natürlich auch den Leuten zeigen, dass du Interesse dran hast, an der Person und nicht nur an Sales. Ich sage so, das habe ich so eine Sache, die der große Wandel war Namen zu merken. Als Ingenieur Namen Die Leute, mit denen du zusammenarbeitest, der Rest Im Sales ist es komplett anders. Du musst dir merken okay, das ist der Name Bisschen Hintergrund. Hat er Familie? keine Familie, ganz wichtig. Kinder. Ist er Fan von irgendeinem Football-Team oder Baseball? Das?

Speaker 1:

sind so Sachen, die Ja Donneropener, das sind dann so Conversation-Starter. Oh guck mal, die haben wieder gewonnen am Wochenende. Ich habe noch an dich gedacht.

Speaker 2:

Genau, das sind so Sachen, die muss man einfach. Das ist genau dasselbe wie im Ingenieurwesen. Das sind halt die Tools, die man als Sales braucht. Von dem her ist eigentlich also wenn man sowieso Erfolg hat in den USA, musst du immer verkaufen, bisher bist du halt das Produkt gewesen. Jetzt, es ist eigentlich deswegen also, auch wenn es ganz komisch klingt oder ganz andere eine richtung geht. Das hat eigentlich gesagt, die ersten drei, sechs monate vielleicht ein bisschen holt durch, aber danach also die habe ich nie entschieden. Also die liebe heute entscheidung und hat immer spaß, spaß dran. Ich mache, wie gesagt, noch viel technischen sales.

Speaker 1:

Das ist und du bist jetzt die opposition, das heißt, du bist an wirklich den Schrauben der Firma. Ist das so für dich schon krass, dass ich das erreicht habe, oder wo? also ich finde es fantastisch, wenn du überlegst jetzt bist du 15 Jahre, um 15, ja, Ja, 2008,.

Speaker 2:

Ja, 20, 25, ja, 17 Jahre.

Speaker 1:

Ja, 17 Jahre jetzt Und gekommen quasi so direkt nach dem Studium oder so noch Berufsanfänger sag ich jetzt mal, ist das schon eine wahnsinnige Karriere, jetzt da zu stehen. Darf ich fragen, wie alt du bist, sebastian?

Speaker 2:

Was haben wir jetzt? 20, 25? Ich werde 44, aber ich bin 43.

Speaker 1:

Ja, guck mal 44 und CEO von einer. Ist das eine deutsche Firma, für die du jetzt arbeitest?

Speaker 2:

Ja, wir sind eine deutsche Tochtergesellschaft, eine deutsche Firma. Also die Firma ist Brexit Tech. Wir sind ich sage mal so, für alle, die es nicht so kennen, ich würde jetzt einschätzen Opto Electronics. Das heißt, wir machen alles, was mit Licht zu tun hat, und zwar entweder Materialbearbeitung mit Licht, also wir machen Laserschweiß und Schneidoptiken, und wir machen aber auch viel Sensortechnologie und Messtechnik, Also überall, wo man das Licht als Werkzeug oder als Messwerkzeug benutzt. Das ist unsere Stärke. Wir sind in den USA Mittelständler aus Deutschland, so ungefähr 700 Leute weltweit, Aber in den USA sind wir relativ klein, aber sehr erfolgreich. Wir sind also in ungefähr 20 Leute.

Speaker 1:

Halt, smart und lean, cool, ja, und du baust jetzt. Deine Aufgabe ist jetzt, das Team quasi aufzubauen, den Sales aufzubauen, dort.

Speaker 2:

Ja, also, wir sind schon lange. Also die Firma ist schon lange in den USA. Ich habe ja damals, als ich angefangen habe, in 2018, ging es darum, dass wir den Sales speziell im Bereich Automotive stark pushen. Da wurde ich also an Bord geholt. Das haben wir auch relativ erfolgreich gemacht. Jahren ist mein damaliger Chef in Teilzeitruhestand gegangen, und ich habe dann die Opportunity bekommen, als CEO und Präsident der Firma hier die Operations zu übernehmen, komplett.

Speaker 1:

Tolles Accomplishment, also Wahnsinn 44, präsident, ceo, danke, glückwunsch. Also tolle Geschichte finde ich Tolle Karriere, und was ich auch daraus höre, ist auch unfassbar viel eigene Entwicklung Also, wenn du jetzt mal so zurückguckst, durch diese schnellen also nicht schnelle Wechsel, aber durch diese Veränderung, denke ich mal auch eine unglaubliche und in Verbindung mit Amerikanerin geheiratet in Amerika. Ich finde immer das sage ich ja immer wieder dass Auswandern ist, persönlichkeitsentwicklung auf hohem Niveau ist, weil hier wartet keiner auf dich, und das Land passt sich dir nicht an. Du musst dich dem Land anpassen, und ich glaube, das ist so cool, auch wenn man sich beruflich weiterentwickelt, wenn man diese persönliche Entwicklung auch durch so eine Auswanderung gemacht hat, erst mal.

Speaker 2:

Ja, und du hast meine Frau angesprochen. Das war vielleicht einer der wichtigsten Bausteine in meinem Leben, muss ich ganz ehrlich sagen. Man sagt ja immer so oh ja, das ist wichtig, dass man jemanden hat, der im Rücken ist. Meine Frau war ein Riesentreiber, sie war im Personalwesen, woher? so Hatten wir uns kennengelernt, haben im Personalwesen gearbeitet, und ich war natürlich immer noch relativ deutsch, und ich sage mal so von ich habe viele trainings und macht. Ich glaube, der beste coach in vielen hinsichten war meine frau, weil sie einfach für ein personalwesen herkommt. Und das kannst du nicht so sagen. Denk mal daran, ist es, was würde wirklich willst? das war ich würde sagen, ja, wenn man sagt, hinter jemanden in der erfolg, da steht immer noch die Partnerin. Also absolut, ohne meine Frau hätte ich das nie nie geschafft.

Speaker 1:

Ja, die könnte gut die Brücke bauen, auch zu der amerikanischen Kultur. Und wie macht man das hier? Und nicht so dieses deutsche Preschen, und ich will das auch jetzt so mit der Brechstange, sondern sie hat dann so diese Weichheit wahrscheinlich auch da reingebracht und dich so ein bisschen dann gefeilt von den Rohdiamanten Cool.

Speaker 2:

Ja, kann man so sagen, kann man auf alle Welle sagen, die Kokonerin, die Peaches, wie es so schön heißt. Ja, ich bin so irgendwie so jetzt ein Hybrid. Ich habe dann irgendwann mal von der Personalerin das Kompliment bekommen American German I have met, which das war eigentlich schon, war ein Lob, also hat mir schon zugesetzt, also im Positiven. Und da muss ich sagen, da rückblickend sagen ja, okay, sehe ich vielleicht immer noch nicht so, aber es ist was, was mich auch stolz macht, mehr als irgendwas anderes, weil, wie gesagt, ich mag beide Kulturen. Ich mag beide Kulturen Ja glaube ich.

Speaker 2:

Beide haben ihre Vorteile, beide haben ihre Nachteile, Und genau die Mischung macht es, und deswegen bin ich wahrscheinlich so happy. Ich wusste vielleicht nochmal ganz zum Anfang zurück. ich glaube, damals, als ich in der Schule war, gab es auch Möglichkeiten, mal ein Auslandsjahr zu machen und mal nach den USA zu gehen. Ich habe meine Mutter immer gesagt ja, nee, also Amerika will ich überhaupt nicht. Und wenn mir jemand gesagt hätte, mit 16 oder 18 oder 20 oder vielleicht 25, dass ich mal in den USA leben werde und ja, hätte ich nie geglaubt.

Speaker 1:

Schönes Schlusswort. Besser hätte ich jetzt gar nicht das rappen können, wie du es jetzt gemacht hast. Nimm uns nochmal. also wunderschön. Manchmal kommt es anders als erwartet, und dann ist es genau das Richtige für einen, und man lebt wirklich. Das Ist es so, dein Traumleben, würdest du so abschließend sagen. Du lebst wirklich diesen American Dream als Deutscher in den USA.

Speaker 2:

Ich würde sagen, ich lebe meinen American Dream. Das ist vielleicht das Beste, weil es ist immer ich sage mal so der American Dream. ja, ich würde sagen, es ist meiner. Wie gesagt, man kann, egal, wo man ist. ich glaube, die Roberta hat es in ihrem Podcast mit dir gesagt am Ende ist es ja, wie man sich dort fühlt, und das ist. Und dann ist es egal, ob man reich oder nicht, so reich ist. Wichtig ist, dass man glücklich ist und dass man das macht, was einem gefällt, und nicht denkt. Da ist einfach zumindest für mich war es einfach immer die richtige Spur. Und, wie gesagt, dadurch, dass ich jetzt nicht unbedingt so auf diese Titel versessen bin oder irgendwelche Sachen das hat mich nie interessiert Und dass Leute hier einem folgen, egal welcher Titel man hat, und man sich selbst verwirklichen kann.

Speaker 1:

Ja, du bist wichtig, dass du wichtig bist als Mensch hier und nicht nur eine Nummer bist. Fass das gut zusammen. Und dass du gesehen wirst für das, was du kannst, gut zusammen. Und dass du gesehen wirst für das, was du kannst, nicht wer du bist, sozusagen was du für ein Mensch bist, auch dahinter. Toll, wie geht es für euch weiter? Bleibt ihr in den USA? Ist das so geplant? Also weiter so.

Speaker 2:

Ich plane im Moment. Also, ich plane, dass ich Ziel ist, mein Haus abbezahlt zu haben, dass, wenn mein Sohn ins College geht. Also ich muss vielleicht nochmal kurz dazu sagen wir haben unseren eigenen Sohn, der ist zehn, und seit 2020 sind meine Frau und uns, wir sind Foster Parents Für die Deutschen, die es nicht wissen, das ist ein Pflegeeltern Und wir haben jetzt zwei zusätzliche Jungs bei uns im Haus. Die kennen wir schon, seitdem sie zwei und drei sind. Die sind jetzt das zweite Mal bei uns, und die bringen unser Leben ein bisschen durcheinander. Deswegen ist da immer viel Action, und von dem her plane ich jetzt im Moment wirklich hier, weil das ist ein Commitment Wir können teilweise auch nicht reisen, ein Placement haben, wie es so schön heißt, und deswegen plane ich da komplett in den USA, und, wie gesagt, ziel ist, haus abbezahlt zu haben, wenn der Größte, der Älteste, also Eigner, auf alle Fälle ins College geht, und das ist so, wo ich hinplane. Also auf alles andere plane ich jetzt nicht.

Speaker 1:

Schön, schönes Ziel Und auch schöne Aufgabe. Kindern ein Zuhause zu geben, die es brauchen, finde ich, ist auch eine sehr erfüllende kann ich mir vorstellen, sehr erfüllende Aufgabe.

Speaker 2:

Und darüber hinaus ganz ehrlich, wenn jetzt mal wirklich was wäre, wenn es passen würde, mal zwei, drei Jahre zurück nach Deutschland zu gehen? aber du hast ja schon gesagt, von der Economy vielleicht nicht gerade das.

Speaker 1:

Gerade nicht. nee, Aber you never know.

Speaker 2:

Das Richtige, aber man weiß ja nicht. Also ich sage mal so, ich würde jetzt nicht Nein sagen, aber wahrscheinlich eher nicht muss ich ganz ehrlich sagen, spannende Geschichte. Also müsste schon irgendwas sich komplett verändern. Wer?

Speaker 1:

weiß spannende Geschichte. Abschließend sag uns nochmal so einen Satz Was würdest du anderen Menschen, die hadern oder die vielleicht auch eine Chance hätten, oder die vielleicht davon träumen, Was würdest du denen mitgeben?

Speaker 2:

Oh also, ich sage mal so, vielleicht alters und situationsabhängig wenn du jung bist und ich sage mal so, noch nicht so etabliert in der Karriere bist, in Deutschland auf alle Fälle, egal welches Ausland, nimm es an, geh, das ist das Beste, was du machen kannst. Und wenn du danach sagst, deutschland ist richtig für dich, nur um das zu wissen, diese Idee war halt nie, hinterher, sagst, oh, das wäre vielleicht, oder danach traust, würde ich auf alle Fälle sagen, ich habe es nie mit Familie gemacht, deswegen weiß ich nicht, wie das ist. Ich glaube, da hast du die anderen Leute schon interviewt beurteilen können. Aber ganz ehrlich, speziell jetzt in Deutschland, wo die Wirtschaftsaussichten nicht so gut sind, und ich sage mal, junge, junge, junge oder junger Ingenieur, nimm es, geh nach USA, und keine Angst haben, auch dann irgendwann lokal zu gehen, ob das Rentensystem in Deutschland so weiter beibesteht, da würde ich mich jetzt nicht drauf verlassen.

Speaker 2:

Hier in den USA gibt es ein staatliches System. Das ist auch wackelig, aber man macht halt alles privat, die Altersvorsorge, man hat es dann selber in der Hand. Ich finde eigentlich die Mischung aus ein bisschen Staat und der Rest privat ist super. Das Risiko für junge Leute ist eigentlich null, und wenn man wieder zurückgeht, dann hat man eine Erfahrung und der Marktwert in Deutschland ist höher. Also auf alle Fälle annehmen Super.

Speaker 1:

Keine Angst haben, ja, absolut, sehe ich genauso, sehe ich genauso. Wir packen natürlich dein LinkedIn rein, und alle dürfen sich bestimmt auch vertrauensvoll dann an dich wenden, oder?

Speaker 2:

Klar, ja, bitte. Also LinkedIn bin ich normalerweise sehr aktiv, die letzten neun Monate, seitdem ich die Gesamtverhandlungen habe, ein bisschen weniger. Vorher hatte ich ein bisschen mehr Zeit dafür. Aber ja, ich versuche, leuten immer zu antworten, wenn sie schreiben Cool. Vielleicht kurze Referenz auf den Podcast. Nicht, dass ich denke, dass irgendjemand mich wieder vollspendt und mir Ja also immer schön hier sagen, Was, was ich. Kryptowährung verkaufen will. Genau Hier kommt man Ja genau Vielen vielen Dank, sebastian.

Speaker 1:

Tolles Gespräch. Danke für deine Zeit, für deinen super spannenden Input.

Speaker 2:

Danke, Monique Hat Spaß gemacht.

Speaker 1:

Wir freuen uns, dich zu begleiten.

Speaker 2:

Ja, und vielleicht sehen wir uns irgendwann mal live. Auch Ich bin in San Francisco. Oh, bestimmt Öfters mal, aber nicht San Diego, muss ich mal gucken.

Speaker 1:

San Francisco ist ein bisschen weit weg, aber ich habe dem Michael schon versprochen ich komme mal ums Eck, dann, das wäre super.

Speaker 2:

Dann bist du auf alle Fälle herzlich eingeladen.

Speaker 1:

Also bis dann.

Speaker 2:

Mach's gut Tschüss.

Speaker 1:

Schön, dass du hier warst im Neustart USA Podcast. Wenn du jetzt noch weitere Fragen hast, vergiss nicht. Hierfür haben wir eine Community gegründet, die Neustart USA Community auf der Plattform Skool. Alle weiteren Informationen findest du in den Shownotes oder auf unserer Website wwwneustartusacom. Wichtig für uns ist, denn wir stecken viel Arbeit und Liebe da rein, dir so viele Informationen und tolle Podcast-Gäste bereitzuhalten. Geh einfach mal da, wo du diesen Podcast hörst, und hinterlasse uns eine Fünf-Sterne-Bewertung. Das freut uns ungemein und hilft uns vor allen Dingen auch, den Podcast noch weiter auszustrahlen. Also bis zum nächsten Mal, deine Monique.

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