Dein Neustart USA Podcast: Alles über Auswandern, E2-Visum & Leben in Amerika

Michael Lehmann: Karriere, Kultur und Neuanfang - Michaels Reise zwischen USA, Mexiko und Kanada

Monique Menesi Season 6 Episode 196

In dieser inspirierenden Folge des Neustart USA Podcasts erzählt Michael Lehmann seine Geschichte: von einem BWL-Studium in Deutschland, über ein prägendes Praktikum in Kentucky, bis hin zu einer internationalen Karriere, die ihn nach Detroit, Cincinnati, Mexiko und Kanada führte. Michael gibt wertvolle Einblicke in seine beruflichen Erfahrungen und teilt praktische Tipps für alle, die ihren eigenen Neustart in den USA oder Kanada planen.

Highlights der Episode:

  • Der Weg in die USA: Wie ein Praktikum in Kentucky Michaels Karriere und Leben prägte.
  • Internationale Karriere: Erfahrungen aus Detroit, Cincinnati und Kanada – von kulturellen Unterschieden bis hin zu beruflichen Herausforderungen.
  • Interkulturelle Hürden meistern: Warum kulturelles Verständnis in internationalen Unternehmen entscheidend ist und wie man starke, diverse Teams aufbaut.
  • Führungserfahrung in Mexiko: Die Bedeutung von authentischer Kommunikation und einem starken Team.
  • USA vs. Kanada: Michael spricht offen über die Vor- und Nachteile des Lebens in beiden Ländern, einschließlich Unterschiede im Gesundheitssystem und der politischen Landschaft.
  • Praktische Tipps: Hinweise für den Aufbau eines eigenen Geschäfts in den USA und den Umgang mit Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsgenehmigung.

Lass dich von Michaels spannenden Geschichten, seinen Denkanstößen und seiner Dankbarkeit für weltweite Kontakte inspirieren.

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Weitere Ressourcen:

  • Das Neustart USA Buch ist der perfekte Begleiter für alle, die den Traum vom Leben in den USA verwirklichen wollen – mit praktischen Tipps, echten Erfahrungswerten und einer klaren Anleitung, die dir jeden Schritt erleichtert: Link zum Buch
  • Die Neustart USA Skool Community bietet dir alles, was du für einen erfolgreichen Neustart in den USA brauchst – Austausch mit Gleichgesinnten, Expertenwissen und individuelle Unterstützung, um deinen Traum Schritt für Schritt zu realisieren: Link zur Community
  • Auf unserer Homepage www.neustartusa.com findest du weitere Informationen!
Speaker 1:

Willkommen beim Neustart USA Podcast, dein Muttersprache-Podcast. Ich bin Monique Menezi, selbst seit über zehn Jahren Auswandererin und Business-Gründerin hier in den USA. Hier im Podcast teile ich inspirierende Geschichten von Menschen, die den Schritt gewagt haben und in den USA neu durchgestartet sind. Freue dich auf wertvolle Tipps und Tricks rund ums Auswandern, das Leben und Arbeiten in den USA und natürlich auf Einblicke in die Herausforderungen und Erfolge, die ein Neustart in Amerika so mit sich bringt. Mach dich bereit für deinen American Dream und lass uns gemeinsam den Weg in dein neues Leben in den USA gestalten.

Speaker 1:

Herzlich willkommen in einer neuen Podcast-Folge hier im Neustart USA Podcast. Vielleicht kennst du es auch noch unter dem Namen Muttersprache Podcast, denn der hat uns fast fünf Jahre begleitet. Aber jetzt haben wir neuen Anstrich, neues Branding und auch einen dem Namen Muttersprache Podcast, denn der hat uns fast fünf Jahre begleitet. Aber jetzt haben wir neuen Anstrich, neues Branding und auch einen neuen Namen, und ich habe hier auch wie immer einen ganz neuen Gast, und ich kann euch schon mal so viel verraten Wir wollten ein kurzes Vorgespräch führen. Das hat, ich glaube, anderthalb Stunden gedauert. Und ich kann euch noch etwas verraten Wir kommen aus der gleichen Ecke im Sauerland, und das ist schon mal so. Verbinden, kann ich euch sagen. Wir hatten hier gleich Connection. Herzlich willkommen, mein Gast heute hier im Podcast ist der Michael Lehmann. Hallo Michael, schön, dass du da bist.

Speaker 2:

Hallo, grüß dich. Ja, gleiche Gegend Sauerland ist natürlich ein bisschen die Frage Du kommst aus, glaube ich, halbe, war das richtig? Ja, das ist märkisches Sauerland. Ich komme aus dem erst katholischen Sauerland herum, aus der gleichen Gegend. Ja, sagen wir es so.

Speaker 1:

Naja, wie weit sind wir auseinander? Fünf, zwanzig Minuten oder so Halbe Stunde vielleicht maximal.

Speaker 2:

Richtig. Ich glaube, aus dem kleinen Ort, aus dem ich komme, aus Rönkhausen das wird jetzt sicherlich keiner so richtig kennen ist der letzte kleine Ort im Kreis Olwe Und der nächste Ort dann Klettenberg, ist dann das Märkische Saarland, aus dem du dann kommst. Und früher war da die Chur-Kölner Grenze, glaube ich, und deswegen das Bergmann. Heute glaube ich auch, wir feiern Karneval, ihr feiert nicht so viel Karneval.

Speaker 1:

Nee, nicht so. Also, wir sind dann immer so über den nächsten Hügel gefahren als Jugendliche mit dem Fahrrad sogar, weil das war dann wie verführt, Und da wurde schon Karneval gefeiert, weil das schon dann das in das Bergische ging. Aber ihr hört vielleicht schon, wir hören uns doch sehr ähnlich an, und für amerikanische Verhältnisse kamen wir quasi um die Ecke. Aber erzähl uns doch ein bisschen. also Röhnkausen, Sauerland, was gibt es noch zu berichten?

Speaker 2:

Ja, was gibt es noch zu berichten? Ich bin seit 2005, anfang 2016 in den USA tätig, aber bis da war es natürlich ein langer Weg, und da wollen wir auch hinkommen, heute in diesem Podcast, wie ich es zu diesem Meeting geschafft habe in den letzten 20 Jahren fast. Das ist ja der Grund dieses Meetings. Es ist lange, lange her, und man wundert sich immer wieder, das ist lang, das ist lang.

Speaker 2:

Also diese Zeit, die geht dann immer so ganz schnell rum. Wenn man jetzt gerade mit neuen Leuten redet, die gerade hier sind und die da vorstehen, von dieser ganzen Entscheidung Lange. Denn Ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre. Ich sage immer, ihr guckt euch einmal um, und dann ist das erste Jahr rum, dann ist das zweite Jahr rum. Unter einem Jahr oder unter zwei Jahren rüberkommen, bringt ja fast gar nichts. Man braucht sechs Monate, bis man weiß, wo man seine Milch kriegt, und wenn man dann nach einem Jahr schon wieder zurückgehen würde, dann kriegt, und wenn man dann nach einem Jahr schon wieder zurückgehen würde, dann wäre das ja schon rum. Das ist ja Quatsch. Deswegen ja, aus dem Sauerland haben wir gesagt weiter in die große, weite Welt.

Speaker 1:

Aus dem Sauerland in die große, weite Welt. Aber du bist ja auch nicht auf den direkten Weg in die USA beziehungsweise du lebst ja in Kanada sogar einmal über die Brücke gekommen, sondern du hast ja im Prinzip doch nochmal eine kleine Reise gemacht. Also du bist im Sauerland schön, wie man das so macht zur Schule gegangen, und irgendwann hast du deinen Eltern gesagt, ich bin mal weg. Denen ist alles aus dem Gesicht gefallen. Und dann ging der Michael.

Speaker 2:

Ja, meine Mutter, mein Vater hat es mir gar nicht so richtig geglaubt, früher. Die ältere oder unsere Generation weiß ja, früher gab es die Bundeswehr oder den Zivildienst, und es gab auch noch eine dritte Alternative. Das hieß anderer Dienst im Ausland. Und ein Freund von mir, der heute Vater ist, der hat das gemacht. Der ist nach Brasilien gegangen und hat dafür ein katholisches Sozialprojekt in Pernambuco gearbeitet, katholisches Sozialprojekt in Pernambuco gearbeitet. Und ich wollte auch immer mal weg. Ich bin immer noch sehr viel verwurzelt mit meiner Heimat. Ich liebe das Saarland, ich liebe meinen Ort. Meine besten Kumpels wohnen da. Ich bin immer noch gerne im Saarland. Es ist nicht so, dass ich weg bin und weg bin, ich bin immer noch gerne da. Das Unternehmen, für das ich arbeite, hinten steht das A4-Dorn, also das ist auch aus unserer Gegend. Aber ich wollte immer mal weg. Und dann hörte ich das von meinem Kumpel Timo, dass der mal eine Zeit lang weggegangen ist oder weggehen wollte. Und dann habe ich gesagt das machst du auch, wie alt warst du da?

Speaker 1:

nach der Schule War das nach der Schule direkt.

Speaker 2:

Ich war 19. 19? Wow, ja, ich weiß es noch. Ich sehe es noch so vor mir.

Speaker 2:

Meine Mutter bügelte gerade, und ich kam mal hier ins Badebad rein, und ich bügelte gerade, und ich sagte Mama, ich würde ganz gerne einen anderen Dienst im Ausland, in Sao Paulo machen. Und dann ist ihr vor Schreck oder vor Verwunderung das Bügeleisen auf dem Hemd liegen geblieben und hat mich angeguckt Das Hemd war kaputt. Ihre ich glaube,89 Meter großen Jungen ins Ausland zu schicken, das war für sie vielleicht nicht so richtig in dem Moment, aber nichtsdestotrotz, wir haben uns das angeguckt. Das war ein katholisches Sozialprodukt. Fascienda da Esperança heißt das. Über Sao Paulo haben sie verschiedene Fasciendas und dann über ganz Brasilien verteilt. Das ist mittlerweile ein sehr großes Sozialprojekt, und der Grund des Sozialprojekts ist, sich um Leute mit Drogenproblemen zu kümmern. Es ist gesteuert von der katholischen Kirche.

Speaker 2:

Da gibt es den Frey Hans Stapel aus Paderborn, der hat das auch gemacht mit seinem Bruder, und da habe ich ungefähr ein Jahr gelebt, muss ich sagen, ein bisschen weniger vielleicht. Ich habe dann Visa-Probleme gekriegt, musste dann zurück nach Deutschland, bin dann aber nochmal runtergegangen, und das war so mein erster Taste mal, das Ausland kennenzulernen. Das war natürlich sofort ein Schock. Ja, von Sauerland Rönnkausen nach Sao Paulo, oder ich bin nach Rio geflogen, weiß ich noch? Mein erster Trip war dann nach Rio und bin dann da mit dem Bus nach Salvador de Bahia gefahren.

Speaker 2:

Warum auch immer ich das schon gemacht habe, verstehe ich heute auch nicht mehr, aber trotzdem schön, ja. Und dann habe ich da eine Zeit lang auf dieser Fasienda gedacht, und es war für mich eine ganz prägende Zeit. Wenn ich jetzt nochmal zurückblicke gerade auch kein Wort Portugiesisch. Mein Englisch also, ich muss sagen, mein Englisch war immer sehr gut, sehr, sehr gut in der Schule, bis mein Sitzmachter, klaus von Orde, sich weggesetzt hat von mir, und dann gingen meine Noten auch in den Keller. Also danke, klaus nochmal für meine Noten, deswegen, ich war sehr sprachbegabt. Aber da ins kalte Wasser geworfen zu werden und jeden Tag mit einem kleinen Wörterbuch rumzulaufen, und was heißt das, was heißt dieses? Also am Ende der Zeit sprach ich mal so portugiesisch, heute nicht mehr so viel. Wir waren gerade mit unserer Truppe aus dem Office, waren wir im brasilianischen Steakhouse, Da habe ich nochmal probiert, zwei, drei Brocken Portugiesisch zu sprechen. Hat nicht so ganz geklappt, aber eine sehr prägende Zeit.

Speaker 1:

Und du bist dann zurück nach dem Jahr. Also warst du dann erstmal so okay, das war es, oder war für dich dann eigentlich erst okay und jetzt erst recht? Also, das war so ein Vorgeschmack auf Rönkhausen ist schön, aber ist doch ein bisschen zu klein für mich hier.

Speaker 2:

Nee, eigentlich. Also das ist wirklich eine Geschichte. Die muss ich allerdings mal alles zusammenschreiben für meinen Sohn. Ich habe dann Probleme gekriegt mit meinem Visa, musste dann zurück, und dieser andere Dienst im Ausland, das war eigentlich länger als der Zivildienst oder die Bundeswehrzeit, das sollte eigentlich 18 Monate dauern, und ich musste dann diese Zeit, die noch verblieb, musste ich in Deutschland als Zivi weiter irgendwie dann, glaube ich, zu Ende bringen, und das habe ich auf der Behindertenschule in Europa gemacht. Und das war eigentlich eine Zeit für mich, wo ich gedacht habe, das ist meine Berufung eigentlich. Eine Zeit für mich, wo ich gedacht habe, das ist meine Berufung, sonderschulpädagoge. Und aufgrund meiner vorherigen Schullaufbahn konnte ich aber dann leider keine Sozialpädagogik oder keine Sonderpädagogik studieren. Ja, und was übrig blieb für mich, war dann am Endeffekt BWL in Siegen. Also, da ist mir für mich erstmal so eine Welt zusammengebrochen, so ein bisschen, weil ich eigentlich nie BWL studieren wollte. Früher hat jeder BWL studiert, hat man sich immer witzig drüber gemacht über die Leute. Meine Berufung war ja eigentlich woanders mit behinderten Kindern zusammenarbeiten. Und dann wieder meine Mutter, die sehr, wirklich prägend war für mich in meinem Leben, hat gesagt fang doch erstmal an in Siegen, mach doch erstmal BWL oder mach erstmal was, irgendwann wird sich das schon ergeben. Und dann auf der Universität habe ich unwahrscheinlich viele nette Menschen gelernt, die ungefähr genauso wenig dahin gehören wie ich, und wir haben es dann zusammen geschafft irgendwo Da sind wir heute noch in vielen Kontaktaustauschmetern, wir treffen uns noch regelmäßig, und wir waren alle so eine Gruppe Menschen, die irgendwie da reingestolpert sind in diesen BWL-Lehrgängen, und das haben wir dann irgendwie zusammen durchgezogen. Dann irgendwie zusammen durchgezogen.

Speaker 2:

Dann während meines Studiums hat sich bei meinem Ehemann, arbeitgeber Mon Bender, hat sich dann eine Praktikumstelle in den USA ergeben. Das war dann mein zweiter Weg ins Ausland, nach Brasilien. Ich war eine Zeit lang in die USA. Da habe ich dann drei oder vier Monate Praktikum gemacht. Das war 2003. Auch eine sehr prägende Zeit für mich. Wo war das? Florence, kentucky?

Speaker 1:

Also super fancy Ort sozusagen, wo der Mob tobt.

Speaker 2:

Cincinnati ist 30 Minuten nördlich von Florence, kentucky, deswegen, das war meine erste Stadt. Da gab es auch noch einen Direktflug mit Delta, delta Frankfurt bis nach Cincinnati, und ich weiß noch den ersten Abend, wo ich da mit großen Augen und offenem Mund durch die Downtown-Area mit den großen Hochhäusern Das war das erste Mal, dass ich eine amerikanische Stadt gesehen habe, auch eine sehr prägende Zeit, und es ist auch sehr viel hängend. Dann bin ich nach drei oder vier Monaten Praktikumszeit wieder zurückgegangen, habe dann mein Studium beendet und habe dann wieder bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, bei Nuren Bender, angefragt, ob ich meine Abschlussarbeit da vielleicht schreiben kann. Da habe ich speziell auf Positionen beworben, die nicht im Indienland sind. Also, ich wollte eigentlich mal nach Asien, habe da gefragt, ob vielleicht in Indien China was zu tun hat. Dann haben sie gesehen in meinem Lebenslauf São Paulo, brasilien, da haben wir ein Thema.

Speaker 2:

Dann ging es um Standortauswahl, und dann bin ich nochmal für drei Monate runtergegangen und habe da dann meine Abschlussarbeit geschrieben, und danach kam dann das Angebot von denen du kannst doch für uns auch in die USA gehen. Das habe ich dann gemacht. Mitte 2005 habe ich dann angefangen, bin Ende 2005, anfang 2006 dann Vollzeit erstmal für zwei Jahre in die USA gegangen, und dann hat sich das immer so verlängert, dann auf drei, dann auf fünf, dann auf sieben, dann hat man mal die Green Card angefangen. Dann auf einmal kriegte man die Green Card.

Speaker 1:

Wo ging das hin?

Speaker 2:

Ja, dann verschiedene Stationen.

Speaker 1:

Was war die Station? wo ging das hin?

Speaker 2:

Ich bin nach Detroit gegangen, also Wendat, hier oben noch um die Ecke, quasi ein Office, da habe ich gearbeitet, bin dann aber zwischenzeitlich mal nach vier oder fünf Jahren bin ich nach Cincinnati gezogen, da zwei Jahre lang gelebt und gearbeitet im Headquarter, quasi in dem amerikanischen Headquarter der Firma, bin dann aber für die gleiche Firma, für einen anderen Job wieder raufgezogen. Ja, und dann ab 2020 dann bei Giddy angefangen, und jetzt lebe ich in Kanada seit 2017. Bin dort auch mit meiner Frau, die Kanadierin ist verheiratet, mit meinem Sohn Parker, der ist sieben, und wie du eben schon richtig gesagt hast, fahre ich auch jeden Tag über die Grenze und tingle so durch die Welt, gerade für Gedia. Sie ist auch hier auf meiner Schulter. Ich bin viel in Mexiko unterwegs, in den USA, und ja, das ist so mein Leben in Kurzform.

Speaker 1:

Lass uns nochmal auf 2005 zurückspringen. Also du warst ja nur drei Monate im Praktikum hier, hattest jetzt in Brasilien doch ein bisschen mehr Erfahrung ja, fast dann und bist dann komplett erstmal für ein Expert Assignment in die USA, nach Detroit, gekommen. Kannst du da nochmal so ein bisschen mental hin zurückgehen, wie dieses erste Jahr für dich war, und war das für dich so wie nach Hause kommen? War das für dich so wow, das ist total cool, oder? ich kriege das wieder, was ich auch in meinem Praktikum hier gemacht habe? Nimm uns mal so ein bisschen mit in diese Zeit, wie diese Anfänge als Expert waren und wann du auch entschieden hast. also, ich bleibe jetzt einfach hier, oder war das irgendwie plötzlich so, dass du hier geblieben bist? Wie war das plötzlich so, dass du hier geblieben bist? Wie war das?

Speaker 2:

Das müsste ich wirklich mal überlegen, also wie ich mich da gefühlt habe. Also erstmal muss ich sagen, eigentlich sollte ich schon Ende 2005, so im dritten Quartal, vierten Quartal, rüber, und dann kam mein Vater Krebs. Deswegen habe ich das ein bisschen weiter nach hinten gelegt. Es gab auch zwischendurch mal je nachdemdem, wie sich der Krebs dann weiterentwickelt hätte. Gott sei Dank war es gutartig, und er ist immer noch unter uns mit seinen 88 Jahren. Jetzt War das für mich schwierig zu gehen aufgrund dieser Situation Also Vater krank, mutter sowieso nicht so glücklich, dass ich gehe. Also da gab es sicherlich zwischenzeitlich mal auch irgendwelche Gedanken, dass ich das vielleicht gar nicht mache, aber mich hat es dann doch irgendwo immer weggetrieben.

Speaker 1:

Was hat dich weggetrieben? Also weißt du noch so, was dich so gereizt hat, da dran? Weil ich glaube, da sind viele, viele Experts sind so oft an dieser Stelle, dass einer gerne möchte, der andere ist aber familiär so eingebunden, also würdest du das nochmal so machen. Wenn du zurückblickst, und was war dann am Ende das Zündlein an der Waage, dass du gesagt hast, ich mache es jetzt. War es die Karriere?

Speaker 2:

Einfach das Neue, das Unbekannte. Erstmal war ich kein Ex-Pet Zu der damaligen Zeit. Alle Kollegen, die zu der Zeit rüberkamen, haben einen lokalen Arbeitsvertrag bekommen. Deswegen hatte ich jetzt dieses Ex-Pet-Leben nicht Das gekommen deswegen. Ich hatte jetzt dieses Ex-Pet-Leben nicht. Das war einfach ein Arbeitsvertrag für zwei Jahre oder für drei Jahre, und da musste man sich da lokal mit den Themen über Krankenversicherung und alles, was dazugehört. Was man da hier lokal hatte, war aber auch alles okay. Ja, würde ich das noch mal machen? so Selbstverständlich würde ich das noch, obwohl hatten wir auch eingangs schon mal gesprochen. Schon mal sitzt man so über ein Glas Wein und überlegst über sein Leben nach, und gerade wenn meine Mutter, die vor drei Jahren jetzt verstorben ist, dann überlegt man schon war das richtig? alles Hat man vielleicht zu viel verpasst. Ich habe eben auch eingangs gesagt, ich bin immer noch gerne in Saarland. Wir haben ja das Schöne in Deutsch Heimat und Zuhause. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Speaker 2:

Zuhause ist Kanada, zuhause war mal USA, heimat ist nicht USA, heimat ist nicht Kanada. Heimat ist für mich ein Gefühl, und das ist ein Gefühl, wenn ich von der A45 runterkomme, dann in Olpe von der Autobahn gehe, dann durch Attendon fahre, durch Findendorf komme. Das wird das vielleicht allen nicht sagen, aber dann über diesen komischen Hügel da von Lennhausen nach Rönkhausen fah fahren, und dann sehe ich die Kirche. Das Gefühl ist nicht zu Hause, das Gefühl ist Heimat, und deswegen ist und bleibt das für mich natürlich ein ganz wichtiger Ort im Leben. Das muss ich ganz ehrlich sagen.

Speaker 1:

Und das ist so interessant, dass du das sagst, weil ich empfinde das ganz anders. Also, ich komme ja auch aus so einem kleinen Popelort mit 16.000 Einwohnern.

Speaker 2:

Ein ganz kleiner Popelort mit 16.000 Einwohnern Ein ganzes paar Popelort.

Speaker 1:

Also das ist voll der popelte Ort. Also Halver ist ein Ort mit einer Kirche mittendrin und rundherum nichts, und ich musste mit meinen Eltern früher immer Fahrrad fahren, und jedes Mal auf dem Rückweg musste man immer noch einen Berg hoch zu unserem Ort, und das fand ich ätzend, nicht schrecklich. Aber wenn ich nach Hause, also in die Heimat gehe, dann gehe ich dahin, um meine Eltern und meine Geschwister zu besuchen oder meine Verwandten zu besuchen. Aber ich habe gar nicht mehr so diese Beziehung, wie du sie hast. Ich empfinde mehr zu Hause. Vielleicht auch ich könnte jetzt auch nicht unbedingt sagen, in Amerika, aber mehr bin ich das jetzt auch nicht unbedingt sagen in Amerika, aber mehr bin ich das selber.

Speaker 1:

Weißt du, wie ich das meine. Aber ich habe nicht so dieses, wie du das hast, dieses Gefühl. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, da zu bleiben. Ich bin natürlich auch schon sehr, sehr, sehr lange weg. Ich bin schon mit 19 da weggezogen, aber du ja eigentlich auch. Du bist ja eigentlich auch mit 19 weggezogen Im.

Speaker 2:

Grunde Ja, nach Brasilien, dann wieder zurück. Also ich bin mit 29 in die USA gegangen, also jetzt 18 Jahre Also mit 29. Meinen 30. Geburtstag habe ich in den USA gefallen. Ja, und ich meine, jeder macht es anders. Also wir haben ja auch darüber gesprochen. Also Experts gerade, die nur für eine gewisse Zeit drüber kommen, oder dann auch längere Experts, die dann vielleicht für fünf Jahre das E-Visa vollmeißen und gehen dann zurück. Jeder macht es ja anders. Jeder definiert diese ganze Sache anders für sich, und das ist halt meine Definition, und ich lebe mit dieser Definition. Gut, ich lasse einfach nach zu Hause und Heimat trinken. Das klingt ja jetzt so böse gegenüber meiner Frau und meinem Sohn. Um Gottes Willen, ich bin ja auch gerne zu Hause, und das ist ja auch irgendwo ein bisschen Heimat geworden, gerade mit meinem Sohn.

Speaker 1:

Das wollte ich jetzt gerade fragen Was macht es denn hier so zum Zuhause? Also, was wäre, wenn du jetzt so sagst jetzt bist du ja auch wirklich schon lange da. Du bist ja jetzt schon, du gehörst 20 Jahre hier. Was macht es für dich, dass du jetzt trotzdem noch hier bist? Du hättest ja vielleicht öfter mal die Gelegenheit gehabt zu sagen, ich gehe jetzt wieder zurück, ganz einfach.

Speaker 2:

Die Gründe für mich, zurückzugehen, waren nie größer als die Gründe, hier zu bleiben. Es gab immer Gründe. Es gab in meiner Laufzeit verschiedene Partnerinnen, die ich hatte. Eine war eine Amerikanerin, das andere war eine Deutsche aus Bayern, die dann wieder zurückgegangen ist. Ich hatte eine deutsche Freundin mit rübergebracht, die ist dann auch wieder. Also das lacht vielleicht auch ein bisschen an den Themen, muss ich sagen, aber auch an der natürlich an der Aufgabe, ja, der wirklich spannenden Aufgabe mit meinem Darm Berlin Arbeit jeder mit meiner jetzigen Firma, mit der ich sehr happy bin. Das war einfach das Gesamtpaket, und wenn man das Gesamtpaket sich anguckt, was hat man hier, und wie sieht das Gesamtpaket aus, wenn ich wieder zurückgehe? Das hat sich einfach nie so ergeben. Also, diese Frage hat sich nie so richtig ergeben. Wenn ich so drüber nachdenke und drüber grübel, dann denke ich meistens so die Momente, die ich verpasse, die ich verpasst habe mit meiner Mama, die ich nicht wieder zurückholen kann, weil meine Mama ist tot. Ich hole viel mit meinem Vater nach. Ich hole meinen Vater jedes Jahr mindestens für sechs bis acht Wochen rüber. Ich bin zwei, drei Mal auch drüben in Deutschland.

Speaker 2:

Wir haben da sehr tolle Reisen gemacht über die letzten 20 Jahre, meine Kumpels natürlich, mein Dorf, meine Freunde, mein Kegelclub, alles, was da so zugehört, mein Karnevalsverein, wo ich früher immer aktiv war. Schützenfest war ich dieses Jahr das erste Mal wieder seit 2006. Du gehst ja aus dem Saulaum, schützenfest und Karneval für mich mehr als für dich, aber das sind schon große Eckdaten im Jahr, wo ich mir auch gerne war. Ja, und Scheunenfest und sowas Scheunenfest bei uns ist Kirmes und sowas, das sind schon große Gesamtpaket, dass ich mir gedacht habe, das Gesamtpaket, was ich hier gerade habe, basierend aus Job, partnerschaft, leben, passt besser für mich im Moment, als wieder alles abzubrechen und wieder zurückzugehen.

Speaker 1:

Also es war einfach vielleicht weit ist es das Jetzt warst du ja privat paar Mal, vielleicht an dem Punkt, wo dann Beziehungen gescheitert sind und du hättest gehen können, sozusagen. Aber dann war wahrscheinlich doch das die berufliche Herausforderung für dich so lukrativ und interessant. Und nimm uns da mal mit hin. Also du hast ja gerade gesagt, du hast BWL studiert. In Siegen kenne ich auch, ist bei uns ja auch die nächste Uni außer Dortmund. Also, wenn ich nach Dortmund gehe, geht nach Siegen sozusagen, und du hast dann deine Abschlussarbeit hier geschrieben, und du warst ja quasi noch so auf den Anfängen deiner Karriere, wenn du mit 29 in die USA gegangen bist. Was war dein Weg hier? Also, du hast dann angefangen, für eine quasi sauerländische Firma in den USA zu arbeiten. Was war es, was dich da hier gehalten hat, und wie konntest du hier so Karriere machen und hast diese Möglichkeit eigentlich aber nicht mehr in Deutschland gesehen? Weil das finde ich nämlich auch einen ganz interessanten Aspekt.

Speaker 2:

Sehr interessant, und ganz ehrlich, ich müsste da wirklich mal überlegen, wie das alles war. Also ich habe angefangen, ja, als Vertriebler, und ich war bis April 2020, also am 20. April 2020 habe ich bei Gedea angefangen als lokaler Geschäftsführer für das Werk in Michigan, und wir haben das Werk in Georgia aufgebaut. Aber bis dato war ich eigentlich Vertriebler. Ich war Vertriebsleiter für ein Produkt in den USA, teller Blanks, ein sehr unikes Produkt für die Firma Mondwender. Aber angefangen habe ich im Vertrieb mit Fahrwerksprodukten, achsfeder und Stabilisatoren. War auch eine sehr spannende Aufgabe.

Speaker 1:

Also Automotive-Zulieferindustrie sozusagen im Automotive.

Speaker 2:

Ja, ja also alles Automobil.

Speaker 1:

Alles Automotive-Zulieferindustrie.

Speaker 2:

Immer Automobilindustrie gewesen.

Speaker 1:

Und dadurch, dass die Firma in den USA so im Aufbau war, warst du wahrscheinlich auch zur rechten Zeit am rechten Ort und konntest dich vermutlich da auch echt sehr, sehr gut entfalten und entwickeln und hattest ein freies Feld, nehme ich mal an, im Vergleich Ja, mubea war schon entwickelt.

Speaker 2:

Also, mubea gibt es in den USA schon seit 40 Jahren. Also die gab es schon, bevor ich kam, und den Impact, den ich da hatte, der war vielleicht. Ja, ich war halt Vertriebsinnendienst erst, dann Außendienst, bin dann zum Key Account gewechselt, hab dann Volkswagen auch in Mexiko betreut, war sehr oft für Mobea da unten, und also das war ja auch was, wenn dieses höher weiter. Wie gesagt, bin ich dann mal nach Cincinnati gezogen für zwei Jahre aufgrund der Tatsache, dass Volkswagen ein Werk in Chattanooga aufgemacht hat, und da war damals die Idee, dass ich halt dann nicht mehr darunter fliegen muss nach Chattanooga, sondern im Auto von Kentucky darunter fahren kann, habe ich auch ein paar Mal gemacht.

Speaker 2:

Was ich immer mal machen wollte, war immer mal bei einem Greenfield-Projekt dabei sein, das heißt eigentlich der erste Mann sein mit ein paar anderen, und dann was Neues aufzubauen. Das hatte ich bei Mubea im Kleinen oder im Mittelgroßen. Da wurde ein neues Produkt aufgebaut, da wurde eine neue Firma für ein Produkt aufgebaut, und da war ich dann auch im Vertrieb tätig. Das war schon wirklich spannend. Irgendwann bin ich dann mal angesprochen worden von meiner jetzigen Firma wo ich sehr dankbar für bin mit der Aufgabe, erstmal ein Werk in Michigan zu leiten, wovon ich eigentlich bis dato gar keine Ahnung hatte, so richtig. Aber dann auch ein Werk oder dabei zu sein, ein Werk in Georgia aufzubauen Ja, 15, 14 Quadratmeterwerk, ja toll. Große Investmentsumme, guter Kunde, guter Auftrag, und also das war für mich quasi der Push, auch von meinem alten Arbeitgeber, den ich sehr geliebt habe. Es ist eine gute Firma. Also es ist nicht so, dass ich da irgendwie im Bösen gegangen bin.

Speaker 1:

Und jetzt zu meiner neuen Firma. Das war einfach der nächste Schritt, in die CEO-Rolle zu gehen.

Speaker 2:

Das war der nächste Schritt, und den hätte ich, glaube ich, mit meiner alten Firma auch nie so erreicht. Also ich glaube, ich wäre bei mir, wenn ich dann immer in dieser Vertriebsschiene drangeblieben bin, die auch schön ist und toll ist. Ich bin und ich war mit Herzen immer Vertriebler. Aber dann mal wirklich komplett was anderes zu machen, in der gleichen Industrie ähnliche Produkte, aber dann als Geschäftsführer ein Werk zu leiten, mit dabei zu sein, ein Werk aufzubauen, jetzt mittlerweile auch das Werk in Mexiko zugeholt zu haben, das ist einfach auch vielleicht so ein bisschen der Kick. Also ich mache es gerne, ich gehe wirklich gerne zur Arbeit. Ich habe wohl wahrscheinlich tolle Kollegen hier wie drüben. Ich muss sagen, ich habe immer zwei Sachen gesagt am Anfang Vielleicht sage ich die jetzt einfach mal Ich hatte noch keinen schlechten Tag bei dieser Firma, und ich habe noch keinen Menschen kennengelernt, mit dem ich nicht gerne so zusammenarbeite. Das Erste stimmt nicht mehr, weil wir viele, viele verschiedene schwierige Situationen hatten über die letzten Jahre.

Speaker 2:

Aber das Zweite, das stimmt noch Es gibt hier wirklich keinen Kollegen hier oder in Europa oder ganz egal wo auf der Welt Leute, die ich kenne, mit denen ich nicht gerne so zusammen war. Und das macht es natürlich auch, und wenn man einmal so seinen Spot gefunden hat, wie ich. Jetzt geht es mir gut. Also deswegen ich sehe im Moment auch nicht den Sinn, irgendwas zu ändern. Da könnte ich mir vorstellen vielleicht ist das jetzt die nächste Frage, weiß ich nicht aber auch irgendwann mal wieder zurück zu gehen oder vielleicht nochmal irgendwo ganz vorne zu gehen. Für Mubea war ich mal in Indien ein bisschen. Das hat mir auch eigentlich ganz gut gefallen. Ich weiß es nicht. Also, wenn die Aufgabe da ist, je nachdem, wie es dann gerade in das Leben passt. Ich weiß es nicht. Vielleicht geht man zurück im Alter.

Speaker 1:

Wenn das dann größer ist, wie das, was du jetzt hast im Alter. Wenn das dann größer ist, wie das, was du jetzt hast.

Speaker 2:

Nee, aber auch vielleicht im Alter, wenn man mal über die Rente nachdenkt. Ich glaube, da haben wir auch drüber geredet, als wir uns das erste Mal unterhalten haben. Wir sind ja irgendwie nicht das eine und nicht das andere, sag ich immer. Wir sind ja jetzt schon seit wie vielen Jahren hier? 20 Jahre mehr.

Speaker 1:

Wir gehören nicht mehr nach Deutschland. Wir werden auch nie wirklich richtig in die amerikanische Kultur, weil wir sind hier nicht zur Schule gegangen. Wir waren hier nicht auf der Uni, wir haben nicht den Kindergarten hier gemacht, sozusagen, und wir sind so eine, wir sind die Auswanderer, einfach.

Speaker 2:

Ja so ein Zwitter, aber dann doch nicht. Wir sind irgendwie schon dazugehörig, aber dann doch nicht. Aber ich glaube, es wäre für mich und du hast eine andere Erfahrung und vielleicht auch eine andere Einstellung dazu zurück nach Deutschland geht, würde für mich gehen. Ich hätte, da, glaube ich, kein Problem. Wieder zurückzugehen, würde ich vermissen, sonntags nicht mehr einkaufen zu gehen oder diese ganzen Dinge, die dann die Experts immer so sagen, wenn sie dann wieder zurückgehen ich kann ja sonst nicht mehr einkaufen gehen oder all dies und jenes. Ich muss mit meinem Auto. Wenn ich zur Bank will, muss ich aus dem Auto raus. Hier fährt man mit dem Auto und holt sich das Geld. Ich habe es in Deutschland noch nicht gesehen. Vielleicht gibt es das irgendwo. Ich habe es noch nicht gesehen. Vielleicht geht einem dann irgendwann Dinge on cakes in Deutschland oder diese Bürokratie in Deutschland oder irgendwas. Vielleicht Bürokratie in Deutschland oder irgendwas. Vielleicht merkt man es dann irgendwann, wenn man wieder eine Zeit lang drüben ist und nicht nur im Urlaub oder auf einem Business Trip da ist. Vielleicht merkt man es dann. Ich weiß, es nicht.

Speaker 1:

Ich glaube, dass man dann, wenn man das merkt, mehr Flexibilität hat, weil man diesen Schritt ja schon mehrfach gemacht hat. Und ich glaube, dass man dann sagt, man ist viel freier, weiter zu entscheiden von da aus. Und ich glaube, es geht bei Menschen wie uns auch immer eher nur darum, eine Base irgendwo zu haben und von da aus in die Welt zu gehen. Oder Ist das bei dir auch so?

Speaker 2:

Ja, vielleicht.

Speaker 1:

Ich würde nochmal gerne auf dieses berufliche Thema kurz springen, weil ich das nämlich so interessant finde, dass du in der Zeit, also in diesen 20 Jahren vom ich sage jetzt mal Berufsanfänger oder Starter ja fast noch zum CEO geworden bist und alles dazwischen Und das ist etwas, was ich häufig beobachte bei Menschen, die so wie du ihre Karriere in den USA gemacht haben, dass es absolut möglich ist durch die Ergebnisse, die man erzielt, und dadurch, dass Menschen einen kennenlernen und nicht, was man für einen Abschluss gemacht hat, sondern wie man sich hier unter Beweis gestellt hat, dass man auch die Positionen sozusagen angeboten bekommt, Würdest du auch empfinden, dass dir das leichter hier vielleicht gegangen ist, als wärst du jetzt bei Gidia in Deutschland im Werk vom 29. Lebensjahr bis jetzt. Also hättest du auch eine hohe Position dort erreichen können.

Speaker 2:

Oder würdest du sagen, das ist so typisch für so einen Weg, den man hier so in den USA machen kann, oft, dass es Leute wie mich gibt, die jetzt aus Deutschland kommen und dann vielleicht in dem ich sage mal, in dem Unternehmen in Deutschland gab es auch nicht viele Leute, die vielleicht ins Ausland wollten für eine längere Zeit, weil es bei denen vielleicht gerade nicht im Leben passte. Und deswegen ist es ja auch sehr oft das muss man sagen, dass man auch Leute vielleicht ins Ausland schickt, die ins Ausland wollen, die vielleicht jetzt nicht unbedingt diejenigen sind, die für den Job das Beste sind. Man braucht ja jemanden, um vielleicht einen Job zu führen. Das will ich jetzt sagen, dass es in meinem Fall so ist, aber das gibt es in vielen Fällen.

Speaker 2:

Es gibt ja diesen bösen Spruch, den ich eigentlich gar nicht so sagen möchte aber im Ausland ein Füßchen, zu Hause ein Bürstchen. Ich weiß nicht, ob du das schon mal gehört hast, ne, nicht, aber cool, und das gibt es schon oft. Da will ich jetzt sagen, dass ich ein Hörschel bin, aber dass man gerade auch Leute, dass man Positionen in deutschen Firmen füllen muss, wo man natürlich auch Leute dafür begeistern muss, ins Ausland zu gehen, und vielleicht gibt es den absolut besten Kandidaten, aber bei denen passt es gerade nicht ins Leben.

Speaker 1:

Oder man schickt auch häufig, was wir häufig haben. Wir haben ja nun auch ein das war unser erstes Business, was wir gegründet haben ein Recruiting-Business für deutsche Firmen hier in den USA, wo wir also für die deutsche Niederlassung hier Menschen einstellen, und da ist es leider häufig vielleicht kennst du das auch dass eher jemand aus Deutschland entsandt wird, der fachlich die Qualitäten hat, aber überhaupt nicht in diese amerikanische Welt und in die Führungserfahrung kommt, die es eigentlich bräuchte, um sowas hier aufzubauen, wie du das jetzt zum Beispiel machst.

Speaker 1:

Und da ist jemand, der so wie du eigentlich schon viele viele Jahre schon über 15 Jahre eigentlich das Business hier kennt, die Mentalität kennt, auch mit einer Amerikanerin verheiratet war, also wirklich auch im privaten Leben und im beruflichen Leben weiß.

Speaker 2:

Vor allem war ich mit einer Amerikanerin nicht aber war mit ihr zusammen. Aber gut, War ein Prothetik-Protator.

Speaker 1:

Aber dass du eigentlich weißt, wie läuft es hier, und du bringst und das sind auch immer unsere idealen Kandidaten, die wir gerne vermitteln du bringst sozusagen das Know-how mit oder die Grundlagen des Know-hows mit, aber du bringst vor allem auch die interkulturelle Kompetenz mit, Und ich denke immer, es ist so rum viel besser für einen Businessaufbau, als jemanden zu schicken, weil das ist aus meiner Sicht immer der Tod für so ein Unternehmen. hier haben wir schon oft beobachtet, da wird der Ingenieur, der wirklich auf diese spezifische, der in Deutschland erfolgreich eine Business Unit vielleicht geleitet hat, als irgendein Ingenieur, der wird dann hier zum Vice President oder so gemacht hat, aber eigentlich überhaupt keinen Bezug zu diesem Land kennt, die Mentalität nicht, hat noch nie ein interkulturelles Team hier zum Beispiel geführt, und das ist aus meiner, also aus den allermeisten Situationen echt zum Scheitern verurteilt.

Speaker 2:

Absolut gebe ich dir absolut, und ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum Gedea auf mich zugekommen ist. Ja, vernünftig, ich komme aus dem Sauerland, ich verstehe die Sauerländer, warum Schützenfest und Karneval wichtig sind. Von Altweiber bis Aschermittwoch brauche ich in Attendorn keinen Anruf, weil ich feiere Karneval, weil ich das verstehe, ich verstehe die Kultur. Wenn in Attendorn ein Schützenfest ist oder in anderen Orten ein Schützenfest ist, dann weiß ich, das ist richtig. Für die Auf der anderen Seite weiß ich, wie wichtig hier Thanksgiving ist und Force of the Fly. Also ich kann das so erwähnen, richtig.

Speaker 1:

Mein neues Buch Neustart USA erfüllte den Traum vom Leben in Amerika ist jetzt erhältlich. Darin teile ich über 30 Jahre Erfahrung im Business Coaching und als Unternehmerin in den USA, um dich Schritt für Schritt auf deinem Weg zu begleiten. Du erfährst, wie du dein eigenes Business aufbaust, die Visa-Hürden meisterst und deine finanzielle Planung einfach gestaltest. Das Buch ist voller erprobter Strategien, praktischer Checklisten und inspirierender Geschichten von Auswanderern, die ihren Traum bereits verwirklicht haben. Hol es dir und mach dich bereit für deinen American Dream, und du bist der Vermittler zwischen den Welten.

Speaker 2:

Das soll so ein bisschen zusammenbringen, weil auf der Erfahrung, die ich habe, die ich mitgebracht habe aus Deutschland, die Erfahrung, die ich in den letzten 18, 20 Jahren hier gesammelt habe, Natürlich klar, das macht es natürlich einfach, und ich gebe dir vollkommen recht, Ich habe das auch in den letzten 20 Jahren schon oft genug erlebt, dass Leute versandt worden sind und die vielleicht sich in Deutschland auch in anderen Ländern ich sehe es nur mit deutschen Firmen der Fall da irgendwelche Sporen verdient haben und dann hier die PS nicht auf diese Straße bringen, weil es einfach die Mentalität und wir haben uns auch mal über den Christian Höferl unterhalten, da mit seinem kulturellen Training, das wird jetzt für einige von den Zuhörern vielleicht ein Begriff sein, die da im Podcast gehen.

Speaker 1:

Gibt es übrigens zwei Folgen hier im Podcast. Die verlinken wir auch nochmal in den Shownotes. Wir haben sogar eine extra Folge nur zu dem Thema gemacht. Die packen wir mit unten in die Shownotes, falls du die noch nicht gehört hast.

Speaker 2:

Ja, absolut. Und ich muss sagen, der Christian und ich sind mittlerweile auch sehr gute persönliche Freunde geworden. Er hat uns auch wirklich damit geholfen, die kulturellen Themen aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. Also ich werde ihn auch weiterhin nutzen für diese Sache. Er ist da wirklich auch nicht nur Freund, sondern auch wirklich ein guter Partner für diese Themen geworden. Und das ist das, wo viele Firmen vielleicht nicht so viel Rücksicht drauf legen Die Kultur.

Speaker 1:

Nee, und auch nicht rein investieren, leider. Das ist das eben. Die investieren nicht in die Begleitung, ins Coaching der Führungskräfte. Die invest Begleitung ins Coaching der Führungskräfte, die investieren auch nicht in einen vielleicht fachlichen Headhunter, recruiter, der wirklich auch versteht, was brauchen diese deutschen Firmen im Ausland, kann man ja auf jedes Land auch in der Regel übertragen, und eben auch, was braucht es dann in der weiteren Begleitung. Und ich glaube, das ist so dein Erfolgsrezept, wenn ich das mal so von außen betrachtet vielleicht dir reflektieren kann, dass du so zwischen den Welten stehst und mit beiden Ohren. Und ich finde, auch, wenn man selber so diesen Schritt gemacht hat, wird man ja auch viel feinfühliger da drauf.

Speaker 1:

Man hört viel mehr zwischen den Zeilen, guckt viel genauer hin, und vor allen Dingen, man hört mehr zu, weil wir sind ja in eine Gesellschaft gekommen, die wir nicht kennen, und ich glaube, jeder, der so auswandert, der lernt zuzuhören, weil du musst ja erstmal wissen, wie es läuft. Du kannst ja nicht einfach sagen, ich bin jetzt hier und Sondern, du fängst ja wie ein kleines Licht hier an. Kein Mensch kennt dich hier. Ich habe das auch, wenn ich durch meinen Ort gehe. Da kennt mich jeder, weil meine Eltern auch selbstständig waren, und jeder kennt die Monique da, und hier kommst du an, und die denken erstmal okay, wer bist du denn hier? Du musst erstmal zuhören und lernen und offen sein. Offen sein neue.

Speaker 1:

Sachen auszuprobieren, und das prägt einen natürlich fürs Leben, aber auch in deiner Aufgabe. So ein Business aufzubauen, wie du es jetzt aufgebaut hast, mit zwei Werken im Ausland, das muss man sich mal vorstellen.

Speaker 2:

Also eins ist sicher das ist kein Job für einen Menschen. Da sind viele, viele Leute dabei, die da wirklich tagtäglich helfen. Es ist sicherlich nicht der Michael Lehmann, der das gemacht hat, sondern es ist das Team, das es gemacht hat, am Ende des Tages. Aber es ist auch was, dass man die Leute zusammenführt und gerade auch die verschiedenen nicht nur Sprachen zusammenbringt, sondern was, dass man die Leute zusammenführt und gerade auch die verschiedenen nicht nur Sprachen zusammenbringen, sondern auch die verschiedenen Sichten, die verschiedenen Kulturen. Und nochmal, das ist um eine Firma erfolgreich, wie wir es in Georgia gemacht haben, muss ich wirklich sagen, wir haben da wirklich erfolgreich. Ja, also das ist auch so eine Story für sich. Wir haben den Auftrag. das ist vor meiner Zeit. Wir haben den Auftrag von unserem Kunden Ende des Jahres 2019 damals bekommen. Wir haben Anfang 2020 ist Gdia durch eine Cyberattacke gegangen. Dann wissen wir alle im Januar, februar 2020, was da passiert ist. Da kam der andere Virus, Dann hatten wir alle Covid für ein paar Jahre, und dann mussten wir das Werk aufbauen in dieser ganzen Zeit.

Speaker 2:

Keiner arbeiten wollte, weil die so viele Ja, keiner wollte und auch zum Teil nicht konnte Mein erster Job hier bei den Gedehr. Ich weiß noch, ich bin montags, am 20. April 2020, ich weiß es noch nicht heute. Ich bin aus dem Auto raus, und mit meinem schönen blauen Anzug habe ich mir eine Maske angelegt, die zum Anzug passte, und habe oben das Gedehr-Schild gesehen und habe nur gesagt, wenn ich heute schon wüsste, was ich in zwei, drei Jahren weiß. Und dann bin ich da reingegangen, und am nächsten Tag habe ich im Werk gestanden und habe Teile sortiert, weil es durfte eigentlich in Michigan offiziell keiner ins Werk. Ja, da war es State Home Order, irgendwie so hieß das, und eigentlich durfte keiner arbeiten. Aber unsere Kunden wollten Teile haben. Deswegen mussten wir alle Ich musste Teile damals verpacken, was auch okay war. Aber was danach kam Also nicht der Michael Lehmann hat es geschafft, sondern Gedea und das Team, und ich bin da sehr stolz drauf, dass ich Teil des Teams war Das ist wirklich auch.

Speaker 1:

Glaube ich, aber ein Team baut sich ja immer nur mit der Führungskraft auf.

Speaker 2:

Ja gut. Aber ich glaube, das ist ein Wachsen, das ist ein Aufbau von beiden Seiten. Wenn man ein gutes Team hat, wächst auch so eine Führungskraft, und wenn man eine gute Führungskraft hat, wächst auch das Team. Also das geht, glaube ich, immer ein bisschen Hand in Georgia. Die haben uns natürlich auch sehr viel geholfen. Der Governor Kent, der uns jetzt im Januar besucht in Hattendorn von Georgia, der hat uns geholfen. Also es passte alles. Und nochmal diese Aufgabe, diese Gesamtaufgabe und vielleicht macht es da den Kreis ein bisschen rund Warum ist man dann irgendwann nicht mehr nach Hause gegangen, vielleicht auch während Covid oder so? Es war einfach das Gesamtpaket Aufgabe, job, familie, natürlich dann mittlerweile in Kanada Ich habe eben mal gesagt, ich lebe mittlerweile in Kanada.

Speaker 2:

Also ich glaube, ich war einer der wenigen Menschen während Covid, die sich innerhalb USA, kanada und Deutschland frei bewegen konnte. Weil ich deutscher Stadtbürger bin, konnte ich immer nach Deutschland reisen. Weil ich eine Permanent Resident-Card für Kanada habe, konnte ich mich überall in Kanada aufhalten, und ich konnte auch tagtäglich über die Grenze. Also es gab keinen Tag, wo ich nicht über die Grenze gefahren bin. Das hat alles so geklappt. Also rückblickend war das schon eine verrückte Zeit, aber eine richtig gute Zeit, die uns auch alle hier zusammengeschweißt hat, nicht nur auf dem lokalen, mit den Kollegen ab und an, und ja, auch eine unfassbar tolle Aufgabe.

Speaker 1:

Was hast du denn so an Michael Lehmann in diese Organisation reingebracht?

Speaker 2:

Das müssten eigentlich andere Leute für mich beantworten. Das kann ich gar nicht so sagen. Lass mich mal überlegen.

Speaker 1:

Oder lass es mich anders umschreiben Was ist deine Secret Source als Führungskraft, so erfolgreich so ein Werk aufzubauen? Und ich kann das jetzt nun wirklich auch beurteilen, weil ich habe mit einem Kunden lange gearbeitet, der direkt über die Straße, glaube ich, von euch sitzt, wo es eben nicht gut läuft, die ähnliche Sachen, fast gleiche Sachen machen und wo es eben ganz andere Richtung geht. Also Leute gehen weg, bombendrohungen, schwierige Situationen und so, und deswegen weiß ich ja, wie schwierig die Region ist, personell. Ich weiß, wie schwierig es ist, in der Region auch etwas aufzubauen, weil es nicht einfach ist, auch gute Arbeitskräfte zu finden, die zuverlässig sind, die loyal sind, die ausgebildet sind. Also das hört sich jetzt bei dir wie so ein Spaziergang an.

Speaker 2:

Nee, ich muss mir das warten.

Speaker 1:

Das kann es aber nicht gewesen sein, glaube ich. Also kann es nur deswegen gut gelungen sein, weil es irgendein Geheimrezept gibt, in der Führung von Michael Lehmann und Team natürlich, aber es ist ja immer von der Führungskraft zum Team, und das Team bricht es nach unten. Also interessiert mich jetzt als Führungskräfte-Coach was ist deine Secret Sauce, dass dir das in einer schweren Zeit in einer schweren Region also klar, georgia entwickelt sich krass, so insgesamt, aber ich weiß ja, wie schwer das ist, gutes Personal zu finden dass Menschen nicht in der zweiten Schicht einfach nach Hause gehen und gar nicht mehr kommen oder sagen, sie kommen und sind dann nach einer Stunde wieder weg oder betrügen. Also alles schon miterlebt.

Speaker 1:

Und gerade in so einer Manufacturing-Industrie, wo ja du drin bist, also ihr stellt ja Teile her für die Automotive-Industrie Wie ist dir das gelungen, dass du gerade auch noch von Kanada oder von Michigan, also von remote sozusagen das ist ja nochmal wieder ein Layer obendrauf, der es schwieriger macht Wie ist dir das gelungen, dieses Werk ja und auch dieses Werk in Mexiko erfolgreich auf den Weg zu bringen? Ich weiß, das ist eine schwere Frage, aber es interessiert mich einfach brennend.

Speaker 2:

Also, ich versuche, so zu bleiben, wie ich bin. Das ist das eine. Ich will versuchen, dass ich erreichbar bin für die Leute, dass ich offen bin zu den Leuten, dass ich denen nicht irgendwie ein X für den Ruf vormache. Ich probiere, viel mit allen möglichen Leveln zu reden. Ich habe in Mexiko in Mexiko bin ich jetzt gerade sechs Monate im Job. Also dass alles so erfolgreich ist und wird, das muss sich noch zeigen. Aber zum Beispiel da unten heißt das Coffee with Michael. Da kann sich jeder anmelden, wenn ich da unten bin für eine gewisse Zeit, und dann kommen da zum Teil Leute aus dem Werkzeugbau. Oder jetzt hatte ich letztes Mal zwei, die sprachen gar kein Englisch und ich leider dann auch kein Spanisch. War ein sehr schönes Gespräch Mit Übersetzerinnen natürlich.

Speaker 1:

Aber ich glaube, wenn die Leute merken, dass man es ernst meint, Das heißt, du bist nahbar, du bist da, und du machst eine gewisse Zeit, wo die mit dir einfach sprechen können, egal wer das ist.

Speaker 2:

Ja, man ist nahbar, und dann man ist da.

Speaker 1:

Toll, finde ich super, finde ich eine super Idee.

Speaker 2:

Ganz egal, wer es ist, und ich finde es auch letzte Woche ich fliege Sonntag wieder runter, da hatte ich jemanden aus dem HR da. Der hat mir erzählt, seine Frau kommt aus Peru, glaube ich, ja, aus Peru Und hat mir seine ganze Lebensgeschichte erzählt, und das gibt mir natürlich auch viel. Also es ist nicht, dass ich jetzt mal in Urlaub nach Peru möchte, aber wenn ich jetzt mal nach Peru möchte, dann weiß ich, mit wem ich reden muss.

Speaker 1:

Also du hast ernsthaftes Interesse auch an diesen Menschen, die für dich arbeiten.

Speaker 2:

Ernsthaft, ernsthaft, ernsthaft. Einen anderen Fall habe ich in Georgia. Austin heißt der Mann, der steht bei uns an der Presse, Ganz netter Mensch, und der hat noch nie was von Boris Becker. Ich bin Tennisspieler oder war mal Tennisspieler, habe auch mal einen Coach. Ich war mal Coach, und Boris Becker und auch Steffi Graf waren ja für uns die Idole früher.

Speaker 2:

Muss man sagen, ist er heute noch egal, was er alles so gemacht hat mit den ganzen Frauengeschichten, oder was ist mir egal? Und irgendwann hatten wir dann also da unten in Dortmund heißt das anders, da heißt das Lehman Lunch. Also dann holen wir was zu essen rein, und dann esse ich Mittag mit ein paar Leuten, und dann redet man einfach mal, und dann erzähle ich dir ein bisschen, was, also einfach mal, was auch gerade ist. Wenn ich über das Wetter sprechen wollte, in dem Moment wollten wir halt über Boris Becker sprechen, oder anders. Ich wollte über Boris Becker sprechen, warum auch immer, und der hatte noch nie was von Boris Becker gehört, und seine Aufgabe ist jetzt jedes Mal, wenn ich nach Dortmund komme und ich laufe durchs Werk, erzählt er mir irgendeinen neuen Funfact von Boris Becker, ob oder ob er wieder geheiratet hat, oder ob er wieder krass ist.

Speaker 1:

Also, du hast Connection, du bildest sozusagen etwas, über das ihr dann sprechen könnt und Beziehung aufbauen könnt miteinander Toll.

Speaker 2:

Ja, und was mich auch wirklich interessiert mich interessiert der Mensch, der dahinter steckt, und ich glaube, das hilft mir. Und ob das das Geheimrezept ist, nachdem du da gefragt hast, das weiß ich nicht, aber es macht mir Spaß. Es ist wichtig für mich, weil ich weiß, wie die Leute hören und wie sie erfahren, und die hören auch, was von mir, die erfahren auch was von mir, und da macht das Leben und das Arbeiten doch viel mehr Spaß. Also, wenn ich die ganzen Leute kenne oder viele Leute kenne, mit denen ich zusammenarbeite, dann ist doch was ganz anderes, ein ganz anderes Gefühl.

Speaker 1:

Und was ich jetzt natürlich daraus höre, was mir total gut gefällt ist und das ist etwas, das ich sonst viele Jahre oft trainiere ist, das zur Priorität zu machen. dann geht es wirklich nur noch um die nächste Präsentation, um die nächsten Zahlen, um den nächsten Forecast. Und ich finde das sehr schön, wie du das beschreibst, dass dir der Mensch wichtig ist, weil der am Ende ja den Erfolg trägt, der wickelt den ja ab. Und wenn der happy ist und du die Priorität auf die Mitarbeiter setzt, können die auch erfolgreich sein.

Speaker 1:

Und das finde ich absolut eine Geheimwaffe oder eine Ingredient, die da ist.

Speaker 2:

Das ist aber, ich würde mal sagen, nicht nur eine Michael-Nimmern-Turk, das ist, glaube ich, eine Diato. Also ich glaube, so wie ich das Unternehmen jetzt kennengelernt habe, seit 2020, wir sind unterwegs seit 1910. Ich meine, wir haben ja was richtig gemacht in den letzten über 100 Jahren, was es uns heute noch gibt.

Speaker 1:

Naja, wobei das heißt nicht, wenn es in Deutschland richtig gelaufen ist, dass es auch in Amerika richtig läuft. Das habe ich oft schon kennengelernt.

Speaker 2:

Nee, natürlich nicht. Aber wenn jetzt sagen wir mal, meinung vorgesetzt und ich berichte an unser Board wir haben da sechs Leute in unserem C-Level-Board, und ich sage mal so, wenn die das nicht vorleben würden, wie sie das vorleben, würde ich vielleicht auch anders reagieren. Also, natürlich ist da Stress, natürlich geht es da unten um die rechte Nummer am Ende, was da steht, ob die rot ist, ob die schwarz ist und wie groß rot und wie groß schwarz. Also ganz klar, das ist unser tägliches Leben, und wir haben Verantwortung hier für 700 Leute, 700 Familien, die jetzt kurz vor Weihnachten stehen und mit dem Geld, was sie bei uns verdienen, kaufen, die da die Geschirke für die Kinder. Natürlich haben wir Verantwortung für die Leute, und das muss man auch so sehen, das muss man als jede Führungskraft so sehen. Wenn man das nicht so sieht, dann ist man da falsch einer Meinung nach.

Speaker 1:

Ja, danke Ist.

Speaker 2:

aber leider so.

Speaker 1:

Aber ich liebe, das von dir so zu hören, weil das macht mich happy, dass es solche Menschen und Führungskräfte gibt, weil ich coache seit vielen Jahren Führungskräfte und muss wirklich berichten, das ist nicht so häufig, dass Menschen das sehen, sondern die sehen viele Mitarbeiter nur als Nummern, gerade wenn Deutsche oft aus Deutschland kommen und hier in den USA führen und auch größere Werke führen, habe ich ja auch oft im Coaching dann sind es oft eher Nummern, da ist sogar keine Verbindung da, und dann wird oft nur versucht, das runterzudrücken.

Speaker 2:

Ja, aber die Nummer fünf, die weiß, welche Knöpfe gedrückt werden müssen. Und wenn die Nummer fünf einen Namen hat und die heißt Aussehen, und die weiß heute mehr über Boris Becker wie gestern, toll. Ja, das ist ja eigentlich nur ein Gag. Das ist eigentlich nur ein Gag über dieses Boris Becker. Aber wenn man ins Werk geht, hey, austin, was ist mit Turning's New über Boris Becker? Und dann kommt da mit irgendeinem Quatsch Ja voll. Ich meine, das ist doch super. Und dieser Nummer 5, das ist halt der Austin der weiß jetzt bisschen über ihn.

Speaker 1:

Nee, ich finde das super. Ich finde, das sollte normal sein.

Speaker 2:

Ich finde, das sollte auch normal sein, aber gut, die Generationen ändern sich natürlich auch.

Speaker 1:

Nee, ich liebe das jetzt, und deswegen finde ich das toll. Also für alle, die jetzt so was noch über dein Leben hier in den USA und Kanada wissen wollen, komme noch hin. Aber mich macht das natürlich sehr happy, von dir zu hören, und ich weiß, es hören auch viele Menschen, die beruflich in die USA kommen, den Podcast, und deswegen finde ich, ist das jetzt einfach erstmal auch eine tolle Inspiration, dass der Weg und der Fokus ist, sich erstmal mit den Menschen hier zu beschäftigen, und wenn du mit denen Beziehung und Verbindung aufgebaut hast und auch wirklich ein richtiges Interesse an diesen Menschen hast, dass dann auch damit du erfolgreich hier sein kannst und nicht umgekehrt, und das, finde ich, ist eine ganz tolle Einstellung.

Speaker 2:

Und das geht, glaube ich, wirklich zurück auf diese Zeit auf der Fascienda, der Esperanza in Sao Paulo. Also da ging es um den. Also es war eine katholische Einrichtung, nicht dass ich jetzt unbedingt der größte Kirchengänger bin, also ich habe mit dem Verein eigentlich nichts zu tun, aber ich muss sagen, das hat mich da ein bisschen gelehrt, also da auf den Menschen einzugehen. Es waren wirklich schwierige Fälle. Man hat da mit sechs, sieben, acht Leuten in einem Zimmer in solchen Bankbettes gewohnt. Unter dir hat ein Mörder geschlagen, der vor drei Wochen noch fünf Leute mit dem Kanteus umgeschlagen hat. Einmal saß ich da, habe ich einen Brief geschrieben nach Hause.

Speaker 2:

Das war so eine ganz nicht verkannte Situation. Da kommt einer da, legt so sein Bein auf den Tisch, holt sich so aus, und er hatte solche Narben da an seinen Beinen, und dann frage ich was für Narben da? Das sind alle Schusswunden. Ich habe in der Favela irgendwo acht Leute umgeknallt. Krass, ja, das prägt einen. Ja, gut, aber das war, war so. Also da bin ich hinter zu meinem Chef da gegangen und hab gesagt hier der Pici oder wie er hieß, der hat mir gerade erzählt, der hat auf die Ordnung geworfen.

Speaker 2:

Ja, der übertreibt den mal ein bisschen, vielleicht waren es nur vier, aber das waren solche Typen, und da musste man natürlich auch mit meinem gebrochenen Portugiesisch da sprach keiner Englisch, keiner sprach Deutsch. Alles, was die über Deutschland wussten, nicht, wo Deutschland ist. Das Einzige, was sie von Deutschland wussten, war Formel 1, michael und Ralf Schumacher und Hitler, und wie lange fährt man mit dem Bus von Deutschland nach Brasilien. Aber trotzdem, das war eine ganz signifikante Zeit für mich, wo man wirklich viel mit den Leuten sich connectet hat auf ganz verschiedenen Ebenen, Und ich glaube, das hat es für mich.

Speaker 1:

Ja, und wo man vielleicht wirklich einfach egal, was drumherum ist, eher wirklich auf diesen Menschen guckt Und weder auf die Sprache, noch wo kommen sie her, noch was haben sie gelernt, sondern wirklich die Energie von diesen Menschen und auch so die Einstellung zu haben, jeder kann was erreichen. Ich glaube, das höre ich jetzt so ein bisschen raus. Jeder kann, wenn er motiviert ist, auch was machen.

Speaker 2:

Warum? Also? natürlich, wir sind alle im Geschäft, wir sind alle hier, um Geld zu verdienen und uns einen Lädenstandard aufzubauen, den man gerne erhalten möchte. Und natürlich sage ich immer unten rechts die Nummer, die da dann steht am Monatsergebnis oder Quartalsergebnis oder Jahresergebnis, natürlich ist die im Board oder Jahresergebnisse, natürlich ist die important. Aber ich komme ja nur dahin, wo ich hin möchte, wenn alle mitmachen, Ja, voll. Und wenn ich dann 30 Minuten im Monat mit Austin über Boris Becker spreche, und der hilft mir, dass wir, nicht ich, dass wir zu dieser Zahl kommen, dann haben wir doch alle gewonnen.

Speaker 1:

Lass uns noch mal kurz auf dein Leben eingehen. Du hast gesagt, du lebst jetzt in Kanada und fährst jeden Tag über die Brücke nach Amerika, weil dort dein Office ist. Wie lebst du da? Wie ist das Leben so zwischen den beiden Ländern, in den beiden Kulturen? Es sind ja auch wiederum noch zwei andere Kulturen, die kanadische Kultur, die amerikanische.

Speaker 2:

Ja, absolut Habe ich nie gedacht, dass das so ist. Doch Bevor ich meine Frau kennengelernt habe, wusste ich von Kanada nicht viel. Die Kanadier sind schon anders als die Amerikaner. Das sind eigentlich die netten Amerikaner, muss man sagen. Man merkt es im Straßenverkehr, da wird man reingelassen, die sind sehr freundlich, die sagen bitte und danke, die sagen viel zu oft sorry, was ich bis heute nicht ganz verstehe. Aber die Kanadier sind schon alles sehr nette Menschen, wo man gut und gern leben kann. Es ist eine ganz andere Situation. Das System ist anders, die Steuern sind höher, also der Dollar hat eine andere Kraft. Es ist schon nicht einfach, das immer unter einen Hut zu bringen, weil ich werde in den USA bezahlt und ich lebe in Kanada, also mein komplettes Leben ist in kanadischen Dollarn, und ich werde in amerikanischen Dollarn bezahlt. Deswegen achtet man natürlich schon genau drauf, was so zwischen den Ländern, was jetzt gerade. Ja, unser Freund Trump ist jetzt wieder gewählt worden. Da gibt es viel mit Kanada und Mexiko, mit irgendwelchen Zöllen. Natürlich macht man sich da Gedanken Würde ich wieder in die USA ziehen? Ja, ich würde auch wieder irgendwann in die USA ziehen. Geht es mir in Kanada gut? Ja, geht es mir in Kanada gut? Ich habe da zwei Warnspiele, mein Sohn. Also was ich immer sage, und Geld hast, wenn du irgendwann krank wirst und auch kein Geld mehr hast, um dein Leben zu bezahlen, im Sinne von Krankenversicherung und Arztrechnungen und all sowas, das geht schon sehr dünne in den USA, und in Kanada ist es halt viel sozial, Und durch die Krankenversicherung, in der ich drüben bin, in Kanada, sehe ich nicht viel in der Arztrechnung. Also, wenn ich keine Ahnung, wenn ich zum Arzt gehe, und jetzt habe ich einen Zahn oder was, da habe ich 12 Dollar bezahlt.

Speaker 2:

In den USA hätte ich mich das bestimmt ein paar hundert Dollar, wenn ich 1000 Dollar bezahlen müsste. Mein Sohn hatte mal einen Kruppkopf, so einen Kruieberkrampf. Da haben wir nochmal einen Krankenwagen geholt. Da habe ich auch nie eine Rechnung für gesehen. In den USA sind das schon so Dänen, da muss man sich überlegen. Wir hatten jetzt einen Kollegen hier von meiner Firma, von Gedea, hier in Michigan. Die Firma haben wir jetzt verkauft dieses Jahr, aber der hat nebenbei in so einer Wäscherei gearbeitet und hat da irgendwelche alten Trockner repariert, und dann hat er da irgendwie was gemacht. Auf jeden Fall ist dieser Gastrockner dann in die Luft gegangen, und der hat irgendwie 70 Prozent seines Körpers waren verbrannt. So was hat der gute Mann gemacht? Also, der wollte keinen Krankenwagen holen, hat sich dann mit seinen Verbrennungen ins Auto reingesetzt, ist nach Hause gefahren und hat dann da den Krankenwagen oder seine Frau dann da den, also richtigerweise ein Krankenwagen. Aber der hat dann gesagt ich kann mir nicht leisten, ich kann mir nicht leisten. Deswegen hat er sich mit seinen Verbrennungen in Wagen gesetzt.

Speaker 1:

Ja, viele sind nicht versichert oder haben hohes Deductible.

Speaker 2:

Und das würde einem in Kanada nicht unbedingt passieren. Aber wenn man jetzt die ganzen politischen Schwingungen so generell auf der Welt sieht, jetzt, wie gesagt, trump wieder in den USA, der Trudeau in Kanada ist auch nicht unbedingt so derjenige, den die Kanadier gerne sehen. Also da gibt es ja auch den Poliär, der da jetzt gerne der nächste Trudeau werden möchte. Also generell das Leben in Kanada. Um das vielleicht abzuschließen Mir geht es gut in Kanada, ich lebe gerne in Kanada. Könnte ich wieder nach Amerika ziehen, hätte ich auch, ist USA auch fad, solange man gesund ist. Wenn man krank wird, dann sieht das schon ein bisschen anders aus. Da möchte man vielleicht doch lieber in Kanada oder in Deutschland leben, aber kann man sich da nicht so aus.

Speaker 1:

Was ist so für dich der nächste Schritt? Die Citizenship, also die Permanent Residence zu machen?

Speaker 2:

Meine Situation ist ja sehr schwierig. Jeder, der in so einem Greencard-Prozess steckt, der weiß, eine Greencard ist ja eigentlich nicht. Jeder denkt, ja, eine Greencard ist, da hat man eine lebenslange Arbeits und Aufenthaltsgenehmigung. Das ist ja bei weitem nicht so. Also, das ist so. Erstmal muss sie verlängert werden alle paar Jahre, und man muss ja beweisen no-transcript, kanada zu leben mit der Permanent Resident Card in Kanada, in den USA zu arbeiten mit der C2 Green Card, und du lebst in San Diego, hast du mir erzählt, da sind bestimmt auch viele Grenzgänger von Mexiko in die USA, da gibt es diese Karten sicherlich auch. Ja, also, das kennen nicht viele.

Speaker 1:

Ich glaube, das ist nur für die Mexikaner nach Amerika und Kanada, also die angrenzenden Länder, glaube ich.

Speaker 2:

Genau, das geht nur für diese Länder, die jetzt angrenzen, das ist ja in dem Fall nur Kanada und Mexiko. Die kanadische Staatsbürgerschaft ist sicherlich ein Thema Da bin ich gerade dabei, mir das anzugucken Das ist ein bisschen schwieriger als die amerikanische. Jetzt hat sich das deutsche Einwanderungsgesetz geändert. Es können Deutsche ohne eine Beibehaltungserklärung das sind jetzt Vokabeln, die vielleicht einigen von den Zuhörern nicht sagen. Aber um das kurz zu sagen früher musste man dem deutschen Staat erklären, warum man, wenn man eine andere Staatsbürgerschaft annimmt, die Deutsche noch behalten möchte. So, da gibt es Gründe, da gibt es Familie.

Speaker 1:

Ziemlich nerviger Prozess. Ich habe den nämlich gemacht.

Speaker 2:

Das hast du gemacht Drei Jahre hat es gedauert. Ja, ja, ja, Und das lag dann auch immer an dem Beamten irgendwo in Berlin, ob der dem Thema zusagt oder nicht.

Speaker 1:

Sehr willkürlich.

Speaker 2:

ja, Sehr willkürlich. So. Das Thema ist jetzt rum, und jetzt hat sich das Einwanderungsgesetz geändert in Deutschland, und jetzt können auch viele Deutsche eine doppelte Stadtwirtschaft haben, und viele meiner alten Kollegen aus Kentucky machen das gerade So, und dann rede ich natürlich mal mit denen. Wenn ich das jetzt mal vergleiche, was die Amerikaner wollen und was die Kanadier wollen, das ist schon ein bisschen was anderes. Also, ich musste jetzt einen Englisch, so einen Englisch-Test machen. Der hat viereinhalb Stunden gedauert. Wow, ja, das war schon.

Speaker 1:

also du hast 100 Fragen, davon werden 10% abgefragt, 6 davon muss man richtig haben, also 6%. Dann wird ein Satz auf Englisch gefragt, dann muss man einen Satz aufschreiben, und dann ist man Amerikaner, ganze USA gereist. da ergeben sich die ganzen Fragen schon Was sind die Gründungsstaaten, was der längste Fluss und so ein Zeugs? Also eigentlich so Common Sense. also ich würde mal sagen, 80% der Fragen ist Common Sense, und den Rest lernt man.

Speaker 2:

Genau, und ich also, im Moment höre ich mir mal so morgens auf den Weg, höre ich mir ab und zu mal so diesen Fragenkatalog in Kanada an. Das sind nämlich keine 100 Fragen, das sind.

Speaker 1:

So wie in der Schweiz so ein bisschen. Da ist es ja auch ein bisschen schwierig 400 oder 600 Fragen.

Speaker 2:

Und da sind Fragen drin, da kann ich den Tudor anrufen, das weiß der auch nicht. Nee, ja, also da sind wirklich Dinge dabei, die musst du dann lernen. Ja, das glaube ich dir. Also, das muss man wirklich lernen. Ob ich das wirklich im Endeffekt mache oder nicht, das weiß ich noch nicht. Aber besser haben und nicht brauchen haben.

Speaker 1:

Ganz umgekehrt Und einmal vielleicht da durchgehen.

Speaker 2:

Ja, Mit meinem Sohn. Der hat sich das Thema anders erledigt. Der ist in den USA geboren, kriegt zu seiner Mutter die kanadische Staatsbürgerschaft und durch mich die deutsche. Der hat drei Perfekt. Deswegen, der Der ist erstmal okay.

Speaker 1:

Dem hast du eine gute Grundlage fürs Leben gegeben, auf jeden Fall.

Speaker 2:

Ja, was das angeht, ja.

Speaker 1:

Lieber Michael, sehr spannende Geschichte. Toll, dass du uns auch nochmal so in dieses Arbeitsleben hier in die USA mit reingenommen hast und so ein bisschen aus deinem Nähkästchen eines CEOs für eine deutsche Firma hier geplaudert hast.

Speaker 2:

Ja, bin sie es Oder vielleicht?

Speaker 1:

auch welche, die hier sind und es nicht so gut gelingt wie bei dir.

Speaker 2:

Was kommt dir jetzt so gerade in den Sinn, wo du sagst und das könnte ich gerne noch so aus meinen 20 Jahren dir mitgeben Also, was ich unseren Leuten immer sage, wenn die so neu kommen Eigentlich mache ich das immer grafisch, das male ich denen immer auch Da ist dann so eine Stimmungsachse, und da gibt es die Zeit, und dann, man fängt immer bei Null an oder bei Eins, wenn man rüberkommt, und man fängt oh, man hat eine Stimmung, man geht ins Ausland, man hat eine Aufgabe, man ist aufgeregt, man ist excited, leute wollen einen, man will selber. Und dann geht die Zeit weiter, und dann irgendwann fällt man in so ein Loch, weil man halt die Brötchen nicht findet und das Brot nicht findet, und diese ganzen deutschen Geschichten, die man hat, weil man keinen Karneval feiern kann, kein Schützenfess, was es auch immer ist für den Jemanden. Also was ich immer jedem sage du, wir sind so ein Lochfall. Und diese Zeit, die dieses Loch dauert, die ist bei jedem anders. Die ist bei einem eine Woche, beim anderen einen Monat, bei anderen. Die kommen gar nicht mehr raus aus dem Leben, weil alle ihre Brötchen nicht finden oder ihre Wurst nicht finden.

Speaker 2:

Ihr müsst einfach offen sein für sowas. Ihr müsst hier rüberkommen mit dem Gedanken, dass ihr nach einer gewissen Zeit Sachen vermisst Freunde, familie, wurst, brot, was auch immer. Es ist für den Einzelnen, aber man muss offen sein, und dann irgendwann geht das wieder nach oben, und dann nach einer gewissen Zeit geht das wieder auf so eine Stimmung, dass man es hier aushält und es sogar mag, so wie ich es sonst gebe. Aber genau das Gleiche geht auch andersrum, und das sehe ich bei vielen Leuten, die jetzt über die letzten 20 Jahre wieder nach Deutschland zurückgegangen sind, oder nach Österreich oder Schweiz, ganz egal, die haben sich ja so an das Leben hier gewöhnt. Und ich mache eben das ganz simple Beispiel sonntags einkaufen gehen oder mit dem Auto zum Bankautomaten fahren oder irgendwas, und dann kommen sie wieder nach Deutschland oder wo auch immer hin, und dann ist das genau das gleiche. Die sind erstmal wieder froh, zu Hause zu sein, familie zu haben.

Speaker 1:

Nee, mit Kreditkarte können sie hier nicht zahlen. Das ist mein Ding immer so, wenn ich irgendwo hinkomme in Bayern und ich will was kaufen mit Kreditkarte, damit können sie jetzt hier nicht zahlen.

Speaker 2:

Ah, das ist jetzt im Sauberland besser geworden. Da kann ich sogar bei meinem lokalen Bäcker in Rönnkausen kann ich sogar mit meinem Handy bezahlen. Also das geht mittlerweile. Also da hat sich schon was verbessert. Aber das wird genauso auf dem Rückweg auch wieder passieren. Vielleicht seid ihr froh, dass die Zeit rum ist und ihr seht eure Familie wieder, und dann werdet ihr anfangen, sachen zu vermissen, also diese Kurven. Das ist meine Erfahrung mit den Leuten, mit denen ich spreche und auch gesprochen habe, und aus 20 Jahren Erfahrung von Leuten, die kommen und die gehen, male ich immer diesen Grafen auf, weil das passt irgendwo. Du kommst rein, du bist froh, du bist happy, die Aufgabe ist toll, cool, toll.

Speaker 2:

Das ist das andere, das andere Thema, was ich auch immer sage meistens ist es ja so, dass mittlerweile auch Frauen und Männer rüberkommen, also Familien rüberkommen Und den Partner, der arbeitet das muss ja nicht immer nur der Mann sein. Ich habe auch Beispiele, wo die Frauen arbeiten und der Mann mitkommt Die müssen, was zu tun haben, die müssen, was zu tun haben, und die müssen, was es auch immer ist. Macht euch, engagiert euch bei der Kirche, beim Kindergarten, in der Schule, macht irgendwas, kommt runter und redet Englisch, lernt Englisch Volontär. Und bitte alle, die jetzt zuhören, die jetzt rüberkommen, und ich treffe euch irgendwann mal.

Speaker 1:

Denkt nicht, dass ihr nach drei Monaten Deutsch vergessen habt. Das ist immer so ein Thema. Aber das ist auch in Deutschland ganz schlimm. Michael, wenn du so in Deutschland bist, dann hast du das Gefühl, die Denglischen viel mehr als wir das tun hier. Das ist total witzig.

Speaker 2:

Das muss ich sagen, das regt durch. Also das ist bei mir schon mal ab und zu da, auch bei dir. Da grisst sich auch Nach 20 Jahren Wörter gibt oder auch technische gerade, die man jetzt im Geschäft nur auf Englisch gelernt hat, ist ja ganz klar, aber man hat nach drei Monaten nicht vergessen, dass das eine Flasche ist und keine Bottle, und dann sind dann immer so Sachen. Die regen mich persönlich auf. Also bitte, wenn wir uns irgendwann über den Weg laufen, tut mir bitte alle einen Gefallen und hört den Quatsch auf, weil es ist Quatsch.

Speaker 1:

Ach, herrlich, ein sehr kurzweiliges Erlebnis. Ihr seht schon, warum wir schon anderthalb Stunden für unser Vorgespräch gebraucht haben, hier, und wir sind schon wieder über eine Stunde Aber es war wertvoll, gefüllt mit vielen, vielen tollen Informationen. Vielen Dank, michael, dafür, dass du. Ich habe lange Anläufe gemacht, um dich jetzt endlich mal hier an die Strippe zu.

Speaker 2:

Ja, wir kennen uns ja eigentlich schon wie viele Jahre jetzt, aber das erste Mal gesehen.

Speaker 1:

Ja ein bisschen schon.

Speaker 2:

Ja oder, Aber so ist es.

Speaker 1:

Ja, ein bisschen schon. Also vielen, vielen Dank, dass du hier warst. Im Podcast Wir geben natürlich dein. Ich glaube, linkedin geben wir mal mit rein dass man dich mal irgendwo anfunken kann, wenn man jetzt inspiriert ist durch deine Geschichte. Vielen Dank, dass du hier warst. Liebe Grüße ins kalte, kalte Michigan.

Speaker 2:

Roli, vielen Dank. Ich habe zu dachten, ist jetzt mittlerweile sogar dunkel. Rolig Sonne ist weg.

Speaker 1:

Naja, Genau, tschüss, ciao.

Speaker 2:

Alles klar, tschüss.

Speaker 1:

Schön, dass du hier warst im Neustart USA Podcast. Wenn du jetzt noch weitere Fragen hast, vergiss nicht. Hierfür haben wir eine Community gegründet, die Neustart USA Community auf der Plattform Skool. Alle weiteren Informationen findest du in den Shownotes oder auf unserer Website wwwneustartusacom. Nicht vergessen, was ganz wichtig für uns ist, denn wir stecken viel Arbeit und Liebe da rein, dir so viele Informationen und tolle Podcast-Gäste bereitzuhalten. Geh einfach mal da, wo du diesen Podcast hörst, und hinterlasse uns eine Fünf-Sterne Bewertung. Das freut uns ungemein und hilft uns vor allen Dingen auch, den Podcast noch weiter auszustrahlen. Also bis zum nächsten Mal, deine Monique.

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